Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise am Schnittpunkt der letzten Jahre

Internationaler Markt

Die vergangene Woche war von den Kämpfen im Irak und den Verhandlungen in der Ukraine geprägt. Es sieht so aus, als würden beide Themen auch diese Woche eine unheilvolle Rolle für die Bildung der Heizölpreise spielen. Diese Woche startet leider wie die letzte endete.

Wir hatten bereits letzte Woche berichtet, dass der Irak-Konflikt eine Risikoprämie von knapp fünf Prozent des Ölpreises verursacht. Am vergangenen Freitag stiegen die Ölnotierungen wenigstens nicht mehr. Als Gründe hierfür wurden schlechte Konjunkturdaten genannt. Die Preisentspannung ging in diesem Fall von anderen als den genannten Problemfragen aus.

Der Euro litt genau unter diesen schlechten Werten aus der Wirtschaft. Dabei forderten zuletzt sogar die europäischen Sozialdemokraten und die Sozialisten den Nationalstaaten die Möglichkeit einzuräumen, Schulden in gute und schlechte Schulden trennen zu können. Damit würde der europäische Stabilitätspakt eingehalten und angeblich notwendige Investitionen betrieben werden können. Die „guten“ Schulden sollten nach der klassischen Ökonomie belebend wirken. Leider hatte diese Überlegung keine Stärkung des Euro verursacht. Die Devisenhändler wissen vielleicht, dass das Schuldengeld zurzeit sowieso nicht in der Realwirtschaft ankommt. Der Euro fiel weiter gegenüber dem Dollar ab.

Heute Morgen steigen die Ölnotierungen bereits wieder. Dafür verliert der Dollar. Für die Heizölpreis-Entwicklung ist keine Tendenz zu erkennen. Die Tonne Gasöl kostet 938,00 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 107,29 Dollar und in London zu 115,26 Dollar gehandelt. Der Euro kostet 1,3613 US-Dollar.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise verhielten sich ruhig. Damit folgten sie den internationalen Vorgaben. Eine wirkliche Besserung der Lage ist zurzeit nicht in Sicht.

Der Binnenmarkt ist weiter schwach. Bestellungen werden nur noch in einem geringen Maß getätigt, wie unser Heizölkauf-Barometer zeigt. Mehr oder weniger starke Rabatte in den Preisen können die Käufer kaum locken. Das ist nicht verwunderlich, weil sie nur wenig an dem Preisniveau ändern.

Seit Tagen erwartet die Mehrheit immer teureres Heizöl. Als Beobachter der Ölwelt teilen wir die Einschätzung. Immerhin, der längerfristige Trend weist noch abwärts. Die Heizölpreise befinden sich am Schnittpunkt zu den letzten Jahren. Wir gehen zurzeit davon aus, dass der aktuelle Heizölpreis unterhalb des Vorjahresniveaus bleiben wird.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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