Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise auf Fünfmonatstief

China bleibt der Wachstumsmotor für die Ölnachfrage. Wenn in dem Land über Konjunkturschwäche geredet wird, wie in den letzten Wochen geschehen, liegen immer noch Wachstumszahlen vor, die Ökonomen alter Industrienationen jubeln ließen. Nichtökonomen fragen sich natürlich, von welchen Ressourcen all das Wachstum auf Dauer gespeist werden soll. Das fragen Finanzjongleure nicht. Sie setzen einfach auf Mangel und werden meistens mit Gewinn belohnt. In diesen Tagen ist der allerdings nicht so gewiss wie sonst. Zwar legte China am Wochenende beeindruckende Zahlen vor. Die Ölnachfrage stieg im November um 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Darin steckt allerdings ein Nachholeffekt nicht ausgewiesenen Verbrauchs der Vormonate. Alles in allem legten die Ölimporte in diesem Jahr um satte 6,7 Prozent zu. Das Angebot ist aber ebenfalls hoch. Die USA ersaufen derzeit im Öl. Die OPEC produziert über Quote. Und selbst aus der notorisch überforderten Nordsee soll im Januar 8,4 Prozent mehr Öl fließen als im Dezember. Im Zusammenspiel mit dem allgemeinen Schuldendesaster und der Perspektivlosigkeit alter Ökonomien sind steigende Ölpreise schwer zu rechtfertigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie eher sinken, ist hoch.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
China wächst immer noch rasant
Iran will Atomwaffensperrvertrag kündigen
Explosive Lage im Nahen Osten
Geringe US-Heizölbestände
Geldvermehrung durch Notenbanken
Einigung zur US-Fiskalklippe greifbar

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Wiederaufnahme der Atomgespräche mit dem Iran
US-Ölförderung auf 14 Jahreshoch
Ölangebot hoch
OPEC produziert über Quote
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise haben im Bundesdurchschnitt den niedrigsten Wert seit Anfang Juli erreicht. Ihr Abwärtstrend ist intakt. Er dürfte sich nun allerdings verlangsamen, weil die Ablieferungen im Binnenmarkt schwieriger werden. Das Wetter und die gute Nachfrage rufen Lieferengpässe hervor. Zudem könnte sich an den Börsen ein kleiner Vorweihnachtsanstieg zur Gewinnpolitur einstellen. An der grundsätzlich bärischen Börsenlage dürfte das mittelfristig nichts ändern. Aktuell sind die Heizölpreise attraktiv. Mit etwas Glück werden sie Anfang des neuen Jahres noch besser sein. Darauf zu spekulieren, ist mit den üblichen Gefahren einer nicht aufgehenden Wette verbunden. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dieser Gewinn würde Sie dabei kräftig unterstützen.

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