Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise durchschlagen relevante Marke

Vor dem OPEC-Treffen in der kommenden Woche nehmen Spekulationen über mögliche Produktionskürzungen zur Ölpreisstabilisierung zu. Die Finanzszene ist sich weitgehend einig, dass es mindestens eine Mio. Barrel pro Tag sein müssten, dass diese Zahl aber nicht realisiert werde. Ohne Kürzung betrage das verbleibende Rückschlagspotenzial für die Rohölpreise weitere zehn bis elf Dollar pro Barrel nach einer Einzelmeinung aus der Szene. Die Mehrheitsmeinung geht von irgendeiner unzureichenden Kürzung aus, die die Preise nicht stabilisieren kann. Bemühungen seitens der OPEC, Russland mit ins Boot zu holen, sind bisher gescheitert. Eventuell gelingt es Venezuela, ein bilaterales Band der Drosselwilligen zu knüpfen.

Ähnlich spekulativ wie zu den OPEC-Kürzungen ist die Stimmung zum Ausgang der Atomverhandlungen mit dem Iran. Man sei auf einem guten Weg und es sei zu spät, um bis zur kommenden Woche ein Ergebnis zu erzielen, lauten die Einschätzungen. Sollte eine Einigung dennoch kommen, würde noch mehr Öl fließen und die Preise abwärts drücken. Daran können die USA und Russland, zwei der fünf Verhandlungspartner für Teheran, kein Interesse haben. Das politische Interesse an einer Einigung ist indes größer, da man den Iran als Unterstützung gegen den IS gerne in irgendeiner Weise einspannen würde.

Damit hat die Spekulation noch kein Ende. Neues Futter bekommt die Finanzszene durch ein paar Konjunkturprognosen und Wirtschaftsindizes aus der Eurozone und den USA. Allesamt sind positiv. Insbesondere für die Eurozone sieht es nach blühenden Landschaften aus. Nun muss man nur noch daran glauben, dann klappt es auch wieder mit der klassischen Wirtschaft.

Mit dem Glauben an eine Nachfragebelebung beim Öl klappt es nicht so recht. Die Notierungen gaben gestern wieder nach. Hinsichtlich der Konjunkturerwartung für Europa lassen sich Finanzjongleure eher überzeugen. Neben den Aktien trieben sie den Euro aufwärts.

Heute Morgen läuft die Preisbildung so weiter, wie sie gestern Abend schloss. Die Notierungen für Öl und Dollar schwingen auf tieferem Niveau als gestern Morgen sanft auf und ab. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 695,00 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 74,25 Dollar und in London zu 78,51 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,7989 Euro . Damit kostet der Euro 1,2517 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise haben im Bundesdurchschnitt tatsächlich die Marke von 70 Cent pro Liter für die Referenzmenge von 3.000 Liter durchschlagen. Das ist bemerkenswert und allemal eine Einladung zum Kauf. Der kurzfristige Abwärtstrend gewinnt durch die Ereignisse an Klarheit, wie die 3-Monats-Ansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt.

Der Binnenmarkt ist ordentlich belebt. Der Handel zeigt dabei keine Überforderungstendenz. Alles läuft rund, sogar die Notbestellungen. Die kosten natürlich einen ordentlichen Aufschlag. Das ist nicht unanständig, denn zwischen Normal- und Notlieferung handelt es sich um einen Unterschied wie zwischen Bus- und Taxifahrt. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, steht auf zweihöchster Stufe.

Der Glaube an günstigeres Heizöl ist aktuell kaum zu bremsen. Spekulativ eingestellte Leser sehen die Preise purzeln und wollen mehr davon. Das bekommen sie in diesen Tagen deutlicher, als wir es erwartet haben. Die Abkehr des Dollars vom strikten Aufwärtstrend hat einen gehörigen Anteil daran.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt nun in fast allen Regionen der Republik Kaufsignale. Sie werden durch das Verhalten der Käufer bestätigt. In der kalten Jahreszeit kommen viele Kunden hinzu, die keine ausgewiesenen Preisbeobachter und Schnäppchenjäger sind. Sie treffen auf einen bemerkenswert günstigen Moment mit einem neuen Tiefpreis. Glückwunsch.

Die Preistrends weisen in allen Bereichen abwärts. Die Konstellation ist natürlich eine Einladung zur Spekulation auf weiteren Abgang. Der sehen wir nicht so optimistisch entgegen, wie Trends und Lesermeinung das nahelegen. Da die Gefahr nennenswert steigender Preise allemal gering ist, stellt die anhaltende Tiefpreisspekulation aber kein großes Risiko dar. Insofern ist gegen den Versuch, noch günstiger einzukaufen, kaum etwas einzuwenden.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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