Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise fallen, OPEC produziert unverändert

Internationaler Markt

An den Ölbörsen scheint die Aufwärtsreaktion auf die Verluste der letzten Woche bereits ihr Ende gefunden zu haben. Am Freitagnachmittag sanken die Ölpreise weiter. Die verringerten Prognosen über die Nachfrage, die preisdrückenden Daten über die US-Lagerbestände und die Tatsache, dass die OPEC nicht an eine Reduzierung der Produktion trotz der letzten Kursverluste denkt, lässt den Marktteilnehmern kaum Raum für eine andere Interpretation, als dass die Ölpreise weiter fallen könnten. Insbesondere nachdem die EU die Sanktionen gegen Russland weiter verschärft hat und die wirtschaftlichen Aussichten für die USA, die EU und sogar für China als durchwachsen zu bezeichnen sind. Die politischen und militärischen Konflikte und damit die Risiken für die Konjunktur überwiegen. Die Optimisten sind in der Unterzahl. Außerdem ist die weltweite Versorgungslage auskömmlich. Analysten sehen dennoch eine Talsohle erreicht, was gegen weiter fallende Heizölpreise spräche. Auch die OPEC geht zum Jahresende von stabilen bis etwas höheren Ölpreisen aus. Der Drang zu höheren Ölpreisen war allerdings schwach und heute Morgen setzt sich die Talfahrt vorerst fort.

Die neue Geldpolitik der EZB stellt eine Gefahr für den Außenwert des Euros da. Was die Exportwirtschaft freut, ist das Leid der Importeure. Nahezu jeder Energieträger muss in Deutschland importiert werden und diese Importe werden in Dollar abgerechnet. Ein schwacher Euro bedeutet demnach tendenziell höhere Energiepreise. So stellt die expansive Geldpolitik auch eine Gefahr für niedrige Heizölpreise da, weil sie die Importpreise direkt verteuert. Zurzeit warten die Devisenbörsen allerdings auf neue Signale. Diese sollen erneut von den Notenbanken gesendet werden. Der letzte Tiefschlag scheint verarbeitet zu sein. Der Euro stabilisiert sich innerhalb einer geringen Spanne bei etwas mehr als 1,29 Dollar. In der aktuellen Gesamtlage sehen wir im Bereich Devisen eher eine Gefahr für steigende Heizölpreise als eine Chance auf fallende Heizölpreise.

Die Märkte setzen heute Morgen die Talfahrt von Freitagnachmittag fort. Der Einstieg findet unter den Schlusskursen vom Freitag statt. Im Vergleich zu Freitagmorgen kostet die Tonne Gasöl aktuell 829,25 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 91,22 Dollar und in London zu 96,57 Dollar gehandelt. Der Euro steht gegenüber dem US-Dollar bei 1,2954 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben heute Morgen deutlich nach. Nach den Preisnachlässen der letzten Woche ist das fast schon überraschend. Die Ölbörsen machen es möglich. Die Unwägbarkeiten an den Devisenmärkten liefen am Freitag sogar für den Euro.

Der Binnenmarkt ist weiterhin belebt. Unsere Kunden nutzen die gute Gelegenheit zum Kauf. Damit beweisen Sie erneut ein gutes Gespür. Trotz des neuerlichen Abschwungs von heute Morgen sehen wir zurzeit eher eine Gefahr für steigende Heizölpreise als eine Chance auf niedrigere. Gemäß unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl signalisieren die Kunden mit ihrem Kaufverhalten, dass sie die Heizölpreise für sehr gut halten.

In der Entwicklung erwarten unsere Leser mehrheitlich sinkende Preise. Der Wert von 64 % ist relativ niedrig und deutlich tiefer als in den letzten Tagen. Damit sind unsere Nutzer sehr viel pessimistischer als zuletzt. Dies spiegelt sich auch an der hohen Kaufaktivität wider, denn wenn keine besseren Preise zu erwarten sind, gibt es kaum Gründe mit dem Heizölkauf zu warten.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt kein Kaufsignal. Das ist absolut korrekt, weil unser mathematisches System lediglich die aktuellen Preise mit den Preisen der Vergangenheit vergleicht. Für ein positives Signal fehlt die deutliche Dynamik zu niedrigeren Heizölpreisen. Viele Kunden beurteilen die Preise sinnvollerweise im wirtschaftlichen und politischen Kontext und im Zusammenhang mit dem eigenen Heizölvorrat. Das kann unsere Mathematik nicht bieten.

Der Preistrend weist nur im kurzfristigen Bereich schwach aufwärts. Dieser wird heute Morgen nach unten durchbrochen. Damit könnte sich ein zumindest ein Seitwärtstrend etablieren. Mittelfristig ist kaum Bewegung drin. Wir halten aber am Abwärtstrend fest. Langfristig ist der Abwärtstrend intakt. Es bleibt festzuhalten, dass der aktuelle Heizölpreis deutlich günstiger ist als in den letzten Jahren.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: HeikoHarlapp@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen