Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise fallen bereits wieder

Die Ölnotierungen sind weiter auf Talfahrt. Sie wurden gestern im Verlauf des Tages durch weitere Meldungen belastet. Schwache Konjunkturdaten aus den USA mussten dafür herhalten. Der Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) hatte bereits am Freitag zu Kursverlusten geführt. Dies setzte sich gestern in schwächerer Form fort. Die Vereinbarungen mit dem Iran im Atom-Streit lassen auf sich warten. Es gab erneut einen Aufschub. Nun wird erwartet, dass eine Lösung erst am Ende dieses Monats zu erreichen sein wird. Zwar sind die Vereinbarungen mit dem Iran nur ein Anfang, denn in der Vergangenheit wurden solche Vereinbarungen gebrochen, wie auch eingehalten. Es bleibt nur die Hoffnung, dass ein Konsens für beide Lager tragfähig sein wird.

Der Euro durfte heute eine kleine Verschnaufpause einlegen. Auch diese Bewegung wurde durch die Konjunkturdaten aus den USA verursacht, die allesamt schlechter ausfielen als erwartet wurde. Die den Euro belastende Griechenland-Frage wurde auf weiteres verschoben.

Heute Morgen bewegen sich die Notierungen kaum und bleiben im Bereich der Schlusskurse von gestern. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 515,75 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 43,74 Dollar und in London zu 54,03 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,9473 Euro . Damit kostet der Euro 1,0557 Dollar .

Nationaler Markt

Die Heizölpreise geben noch einmal nach. Sie laufen in der Trenddarstellung in der 3-Monats-Ansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz aus dem Seitwärtstrend hinaus. Gestern hatten wir das Glück, fallende Ölnotierungen bei einem steigenden Euro zu sehen. Das kommt zurzeit eher selten vor. Wir halten es noch für zu früh, den erst kürzlich entstandenen Seitwärtstrend zu Gunsten eines neuen Abwärtstrends aufzugeben.

Die Heizölverbraucher in Deutschland kaufen auf einem mittleren Niveau. Damit halten sie die aktuellen Heizölpreise für akzeptabel. Die Hoffnungen auf tiefere Preise bleiben dennoch mit einem Wert von 87 Prozent stark. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine spricht sich für einen guten Kaufpreis aus, das andere auf einem klaren Mehrheitswert für die Erwartung an fallende Heizölpreise.

Die Beobachter sollten gewarnt sein. In einigen Regionen Deutschlands weist das mathematische Tiefpreis-System bereits wieder einen guten Kaufmoment aus.

Die Preistrends weisen nur in den längerfristigen Bereichen abwärts. Die Konstellation legt eine Spekulation auf fallende Ölpreise nicht unbedingt nahe, die Überversorgung des realen Markts hingegen schon. Die Heizölpreis-Entwicklung steckt in einer 50/50 Situation fest.

Unser simpler Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt, sollten Sie kaufen. Seien Sie einfach mit dem gewaltigen Preissturz, von dem immer noch ein ordentlicher Anteil verblieben ist, zufrieden. Wenn Sie genügend Heizöl im Tank haben, über ein gutes Nervenkostüm verfügen, um unliebsame Preisentwicklungen zu ertragen, und den spekulativen Kick lieben, sollten Sie es riskieren, auf bessere Preise zu setzen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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