Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise fallen wegen günstiger Ölpreise

Internationaler Markt

Bei minimaler Nachrichtenlage bewegten sich die Ölnotierungen kaum. Bis zum Nachmittag wurden die Ölkontrakte mit geringen Schwankungen gehandelt. Am Nachmittag wurden gestern enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den USA und Europa gemeldet. Weitere eher schlechte Nachrichten werden für heute erwartet. Dies führte dazu, dass die Ölpreise, allen voran, die Nordsee-Sorte Brent an Wert verloren. Technische Anschlussverkäufe erbrachten ihren Teil zu günstigeren Heizölpreisen. Der überversorgte Ölmarkt wirft seit letzter Woche einen langen Schatten auf den Markt. Auch aus China wurden keine guten Wirtschaftsdaten erwartet. Heute Morgen fallen die ersten Daten allerdings besser aus, als gestern noch erwartet wurde. China ist für den größten Teil des Wachstums beim Ölverbrauch verantwortlich. Wenn sich dieses Wachstum abschwächt, sind tiefere Heizölpreise zu erwarten. Durch die besseren Daten ziehen die Ölnotierungen heute Morgen erst einmal wieder an.

Der Euro konnte sich gestern nach den schlechten Daten aus den USA gegenüber dem Dollar behaupten. Er verlor zum Abend hin, konnte aber zum Handelsschluss wieder dazugewinnen. Insgesamt ging er besser aus dem Handelstag heraus, als er herein gekommen war. Die Wirkung der letzten Veröffentlichung des EZB-Chefs Draghi lässt bereits wieder nach. Gestern musste er nun vor dem Währungsausschuss aussagen. Was er sagte, war wenig neu und wies auf eine gewisse Machtlosigkeit hin, die seine eigene Glaubwürdigkeit untergraben könnte. So mahnte er weiterhin Strukturreformen in den Euro-Ländern an, ohne die die „Geldpolitik unwirksam“ bliebe. Er wiederholte, dass er zu außergewöhnlichen Maßnahmen bereit sei.

Charttechnisch sind die wesentlichen Indikatoren und Impulse abgearbeitet. Gestern reagierten lediglich automatisierte Handelssysteme auf die Kursverluste an den Ölbörsen. Sofern man überhaupt von einer Richtung sprechen kann, scheint sich die Charttechnik zurzeit preistreibend zu entwickeln. Insgesamt bleibt sie aber neutral.

Heute Morgen ziehen die Kurse aufgrund freundlicher Daten aus China bereits wieder an. Im Vergleich zu gestern Morgen kostet die Tonne Gasöl etwas weniger und wird aktuell zu 817,75 Dollar gehandelt. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 91,38 Dollar und in London zu 97,36 Dollar gehandelt. Der Euro kann sich auch heute Morgen noch halten. Er steht nur leicht niedriger bei 1,2848 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise bewegten sich im Tagesverlauf kaum, gaben aber am Abend nach. Auslöser hierfür waren erneut die nachgebenden Ölpreise. Da der Euro stabil blieb, konnten die günstigeren Ölpreise an die Verbraucher weiter gegeben werden. Nachdem unsere Leser bereits am Wochenende auf die günstigeren Heizölpreise mit einem verstärkten Kaufverhalten reagierten, setzte sich dies auch gestern fort.

Unsere Nutzer bleiben aktiv. Das Wetter kühlt merklich ab und bringt die notwendige Versorgung mit Heizöl wieder in das Bewusstsein zurück. Gemessen am Interesse ist das Kaufverhalten stark. Gemäß unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl signalisieren die Kunden mit ihrem Kaufverhalten, dass sie die Heizölpreise für sehr gut halten.

Unsere Leser bleiben optimistisch. Allerdings sank der Wert von 83 Prozent um 4 Prozentpunkte auf 79 Prozent. Das ist immer noch eine solide Erwartung auf niedrigere Heizölpreise. Dass die Meinungsumfrage in der Regel günstigere Heizölpreise erwarten lässt, sollte nicht verwundern. Die Verbraucher, die sich mit dem Heizölkauf beschäftigen und abwarten, warten ja gerade mit der Hoffnung auf günstigere Heizölpreise. Allerdings ist der Grad der Erwartung häufig ein guter Hinweis auf die reale Entwicklung.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt in einigen Regionen ein Kaufsignal. Der deutliche Preisnachlass der letzten Tage macht dies möglich. Unser System betrachtet die Heizölpreis-Entwicklung der letzten Zeit und gibt dann ein Kaufsignal, wenn es sich beim aktuellen Heizölpreis um einen im Vergleich zur Vergangenheit günstigen Heizölpreis handelt. Viele Kunden beurteilen die Preise sinnvollerweise im wirtschaftlichen und politischen Kontext und im Zusammenhang mit dem eigenen Heizölvorrat. Das kann unsere Mathematik nicht bieten.

Der Preistrend im kurzfristigen Bereich wurde am Wochenende hin gebrochen. Nun zeigt der Trend auch im kurzfristigen Bereich nach unten. Auch gestern konnte dieser Trend bestätigt werden. Mittelfristig ändert sich an der Preisentwicklung nichts. Seit Anfang des Jahres bewegen sich die Heizölpreise wenig und zeichnen eine Seitwärtsbewegung. Es bleibt festzuhalten, dass der aktuelle Heizölpreis deutlich günstiger ist als in den letzten drei Jahren.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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