Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise fallen weiter

Die Veröffentlichung der US-Bestandsdaten durch das DOE (Department of Energy) führte nach anfänglicher Stützung der Ölnotierungen zu weiteren Kursverlusten. Auf diese folgten durch automatische Handelssysteme ausgelöste Anschlussverkäufe. Der Markt schien sich kurz von den Aktien- und Devisenmärkten zu lösen, ist nun aber wieder stark von ihnen beeinflusst. Es wird weiter auf die allgemeinen Schlüsselindikatoren der Wirtschaft geschaut. Dafür liegen heute der Chicagoer Einkaufsmanagerindex und morgen die US-Arbeitsmarktzahlen an. Weder der Hurrikan Alex, noch die Ölkatastrophe, die durch BP verursacht wurde, haben gestern die Ölpreise beeinflusst.

Ebenso wenig hatte die Wahl zum Bundespräsidenten Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Zusammenhänge. Nach unserer Einschätzung hätte kein Ergebnis dies vermocht. Aber die sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhänge neu zu ordnen, steht auf der Tagesordnung. Da hilft nicht einmal der etwas lustig-verzweifelt anmutende politische Selbstmord der Linken, die es nicht vermochte über den Schatten von Gysi zu springen, der von Gauck in seiner Zeit als Chef-Auswerter der Stasi-Akten stark kritisiert worden war.

Die Daten über die US-Lagerbestände waren eigentlich auch eher neutral. Aber dies verursachte Verunsicherung. In der klassischen Urlaubs- und damit Fahrsaison der USA hätten die Bestände für Benzin abnehmen müssen. Dies taten sie nach den Daten des API (American Petroleum Institute), nicht jedoch nach den Daten des DOE. Das DOE gilt aber als die verlässlichere Quelle. Damit gelten die Märkte nun auch mit Benzin als überversorgt. DOE und API, die beiden berichtenden Institutionen, gaben folgende Zahlen über die wöchentliche Veränderung in den US-Öllagern zu Protokoll:

Rohöl: -2,0 Mio. Barrel (DOE) bzw. -3,4 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +2,5 Mio. Barrel (DOE) bzw. +4,0 Mio. Barrel (API)
Benzin: 0,5 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,9 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Aufbau von 1,0 (DOE) bzw. ein Abbau von 0,3 (API) Mio. Barrel. Die US-Importe waren etwas niedriger als in der Vorwoche und höher als im Vorjahr. Die US-Raffinerieauslastung fiel auf 88 Prozent. Die niedrigere Auslastung verstärkte die Enttäuschung über die niedrige Benzin-Nachfrage.

Heute Morgen sind die Märkte ruhig. Es wird auf Impulse aus Europa gewartet. Die Wahrscheinlichkeit legt dennoch weitere Verluste nahe. Diese werden aber mit ziemlicher Sicherheit nicht ins Bodenlose gehen. Die Tonne Gasöl kostet 634,50 Dollar. Das Barrel Rohöl kostet in New York 74,75 Dollar. Der US-Dollar wird zu 81,82 Eurocent gehandelt.

Unsere Heizölpreise gaben spürbar nach. Die Hoffnung auf weiteren Preisnachlass ist berechtigt. Die Inlandsnachfrage ist zurzeit eher schwach. Das kann wetterbedingt, aber auch spekulationsbedingt sein. Trotz der jüngsten Abschläge gehen auch wir davon aus, dass die Heizölpreise eher noch fallen, als dass sie steigen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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