Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise können auch aufwärts

Internationaler Markt

Es gibt Neues vom Konjunkturdatenroulette. Die Eurozone und Deutschland liefern mal wieder grottenschlechte Werte. Gestern war die Region noch top, heute ist sie ein Flop. Die Loser der letzten Tage, Japan und China, haben keine neuen Daten ins Spiel gebracht. Dafür geben die USA Streberzahlen an. Bei genauer Betrachtung sind sie vollkommen glanzlos. Die Finanzszene lässt sich aber blenden und reagiert bullisch auf die Veröffentlichung, zumindest an den Öl- und Aktienbörsen. Die Devisenkollegen sehen die Sache nüchterner. Der Dollar verändert seine Position zum Euro kaum.

Neben den Wetten um Zahlen, die vorgeben, etwas über die Wirtschaftsentwicklung auszusagen, wird in diesen Tagen um Einigungen gewettet. Die könnten der Welt tatsächlich einen kleinen Realimpuls geben, wenn sie als Verpflichtung ernst genommen werden. Am Montag sollte die Einigung zum Atomstreit mit dem Iran auf dem Tisch liegen. Wer dagegen wettet, hat derzeit größere Gewinnchancen. Der unwahrscheinliche Fall eines Vertragsabschlusses würde zu noch mehr Öl im Markt und noch weniger Einnahmen für ein Barrel führen. Am Donnerstag gibt die OPEC ihre Einigung zu den künftigen Liefermengen bekannt. Hierzu haben die Wetten Hochkonjunktur. Mehrheitlich wird auf eine kleine, unbedeutende Drosselung getippt. Nach Lage der Dinge darf man allerdings daran zweifeln, dass jedweder Beschluss wie gefasst umgesetzt wird. Die OPEC ist in dieser Hinsicht so elastisch wie Konjunkturdaten zufällig sind.

Heute Morgen zeigt die Ölbörse eine kleine Gegenreaktion zur bullischen Einstellung des Vortags. Man könnte meinen, die Bullen haben ihr Pulver schon verschossen. Das glauben wir nicht. Wir wetten auf etwas mehr Preisauftrieb. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 701,00 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 76,10 Dollar und in London zu 79,51 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,7976 Euro . Damit kostet der Euro 1,2538 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise deuten eine Wende an, wie der 3-Monats-Ansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zu entnehmen ist. Sie wird preislich sicher nichts Großes bringen. Sie wird aber Großes bei den Heizölbestellungen bewirken. Es sind viele Beobachter am Markt, die auf einen solchen Kaufimpuls warten.

Der Binnenmarkt wird heute sicher sehr belebt sein. Der Handel kann das gut verkraften. Alles läuft rund, sogar die Notbestellungen. Die kosten natürlich einen ordentlichen Aufschlag. Das ist nicht unanständig, denn zwischen Normal- und Notlieferung handelt es sich um einen Unterschied wie zwischen Bus- und Taxifahrt. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, steht seit gestern wieder auf der höchsten Stufe. Höher geht es selbst bei noch mehr Bestellungen nicht.

Der Glaube an günstigeres Heizöl ist derzeit kaum zu bremsen. Spekulativ eingestellte Leser sehen die Preise purzeln und wollen mehr davon. Das bekommen sie in diesen Tagen deutlicher, als wir es erwartet haben. Heute wird den hoffnungsvollen Beobachtern ein Entscheidungsproblem zugemutet. Es heißt, weiter auf tiefere Preise zu spekulieren oder mit dem Erreichten zufrieden zu sein und Heizöl zu ordern.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt in allen Regionen Kaufsignale. Damit liegt eine Entscheidungshilfe vor. Sie wird mit Sicherheit von vielen Interessenten angenommen. In der kalten Jahreszeit kommen Kunden hinzu, die keine ausgewiesenen Preisbeobachter und Schnäppchenjäger sind. Sie treffen auf einen bemerkenswert günstigen Moment mit wunderbaren Preisen. Glückwunsch.

Die Preistrends weisen in allen Bereichen abwärts. Die Konstellation ist natürlich eine Einladung zur Spekulation auf weiteren Abgang. Man sollte die Spekulation aber nicht übertreiben, sonst kann sie in einem persönlichen Misserfolg enden. Es sei einmal betont, dass der Heizölpreis im Vergleich der letzten Jahre einfach sensationell günstig ist.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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