Unseren neuen Kommentar für den 19.09.17 finden Sie hier.


Heizölpreise klettern weiter

Auslöser für einen kurzzeitigen Preisrückgang am Ölmarkt war gestern die politische Unsicherheit in den USA. Die beginnende Aufklärung der Verbindungen zwischen Donald Trump und der russischen Regierung durch einen neu ernannten Sonderstaatsanwalt lassen Zweifel an der wirtschaftspolitischen Handlungsfähigkeit der Trump-Regierung wachsen.

Recht bald überwogen jedoch wieder preisstützende Meldungen zur bevorstehenden regulären Sitzung der OPEC (Organisation Ölexportierender Länder) am 25. Mai in Wien. Die ersten vorbereitenden Gespräche haben begonnen. Immer mehr Teilnehmer des jetzigen Abkommens zu Produktionsmengenkürzung signalisieren ihre Bereitschaft für eine weitere Verlängerung um neun Monate. Neben den großen Produzenten Saudi-Arabien und Russland sprach sich gestern auch Algerien dafür aus. Mit dieser Ankündigung steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Kürzung Ende Mai tatsächlich beschlossen wird. Es stehen außerdem Spekulationen im Raum, den Teilnehmerkreis des Abkommens um weitere, wenn auch kleinere, Ölproduzenten zu erweitern. So setzten die Ölpreise ihre Aufwärtsbewegung bis zum Abend unbeirrt fort.

Auch heute Morgen steigen die Notierungen für Rohöl weiter an. Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) kostet zurzeit 49,72 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 52,85 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 467,75 Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8986 Euro zu haben. Damit kostet der Euro 1,1125 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Kurz vor dem Wochenende haben die Heizölpreise nichts von ihrem Aufwärtsschwung der letzten Tage verloren. Sie legen deutschlandweit deutlich zu. Diese Entwicklung ist in der 3-Monats-Ansicht unserer aktuellen Heizölpreis-Tendenz sehr gut zu sehen. Der Heizölpreis bewegt sich inzwischen an der oberen Grenze des abwärts gerichteten Trendkanals.

In den letzten Tagen sind die Kaufaktivitäten im Binnenmarkt fast zum Erliegen gekommen. Heizölkunden sind von der aktuellen Entwicklung der Heizölpreise nicht überzeugt. Die Zahl der Heizölpreis-Beobachter ist zurückgegangen. Gekauft wird nur noch, wenn der Tank es auch verlangt. Die Kaufbereitschaft unserer Kunden steht auf dem zweitniedrigsten Niveau. Diese Information können Sie unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl entnehmen. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. Auch der Anteil derjenigen, die an fallende Preise glauben, ist deutlich zurückgegangen. Unsere Lesereinschätzung steht lediglich auf einem Wert von 75 Prozent für die Erwartung an sinkende Heizölpreise und ist somit um 13 Prozent im Vergleich zum Vortag gefallen. Insgesamt geben beide Informationen kein deutliches Bild für oder gegen einen Heizölkauf. So kann an dieser Stelle keine klare Empfehlung unserer Kunden gegeben werden.

Die Trendkanäle der kurzfristigen Ansichten in unserer Heizölpreis-Tendenz (drei und zwölf Monate) zeigen weiterhin abwärts. Dies sind nach wie vor hoffnungsvolle Aussichten für alle Heizölkunden, die in der nächsten Zeit auffüllen müssen. Auch die langfristigen Ansichten weisen abwärts. Einzig der Trendkanal in der 36-Monatsansicht richtet sich aufwärts.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank eine Füllung verlangt gehen Sie jetzt auf Nummer sicher. Decken Sie sich mit Teilmengen ein. Sollten die Preise weiter fallen, können Sie erneut zuschlagen, sollten sie steigen, haben Sie wieder etwas mehr Spielraum. Wenn Sie hingegen genügend Heizöl im Tank haben und den spekulativen Kick lieben, riskieren Sie es auf noch bessere Preise zu setzen.

Damit Sie beim Heizölkauf bestmöglich sparen können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom

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