Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise prallen am Dreijahrestief ab

Internationaler Markt

Die Welt ist außer Rand und Band. Nachrichten zu lesen, ist ein masochistischer Akt. In dieser Lage darf man entspannt, aber mit einer gewissen Verwunderung die Freundlichkeiten des Ölmarkts entgegennehmen. Er ist gut versorgt und demzufolge geneigt, das Preisniveau langsam aber stetig zu senken. Die Welt wird dadurch nicht besser, im Gegenteil, das exzessive Verfeuern des Rohstoffs schafft die hinlänglich bekannten Probleme, für unsere Kinder mehr als für uns. Gleichwohl können auch wir nicht verhehlen, dass es uns angenehm ist, mit eingeschränktem Blick und im ausgewählten Kreis der Ölheizer, die Situation als gut zu bezeichnen.

Zu den Segnungen des Markts tragen in diesen Tagen so geschundene Länder wie Libyen, Irak, Nigeria bei. Sie alle erhöhen ihre Exporte. Irgendwann wird der Hegemon der Ölwelt, Saudi Arabien, dagegen halten und Mengen reduzieren. Die Eingriffsmarke wird bei rund 90 Dollar pro Barrel gesehen.

Gestern bekam das fröhliche Preisedreschen einen Dämpfer. Die US-Bestände entwickelten sich in der Vorwoche schlechter als vorhergesehen. Ernste Komplikationen erwarten wir daraus vorerst nicht. DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute), die beiden für die US-Bestandserhebungen zuständigen Institutionen, legten folgende Zahlen vor:

Rohöl: -4,3 Mio. Barrel (DOE) bzw. -6,5 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +0,8 Mio. Barrel (DOE) bzw. +3,0 Mio. Barrel (API)
Benzin: -0,4 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,1 Mio. Barrel (API)

In Summe ergabt sich ein Abbau von 3,9 (DOE) bzw. 3,6 (API) Mio. Barrel. Die Raffinerieauslastung betrug unverändert 93 Prozent. Das ist ordentlich und kann als Beleg für ein florierendes Exportgeschäft mit Ölprodukten interpretiert werden.

Heute Morgen wird ein wenig des gestrigen Anstiegs annulliert. Ob das schon das Signal zur Fortsetzung des Abwärtslaufs ist, mögen wir nicht vorhersagen. Tendenziell steht eher eine kleine Gegenbewegung zum Abgang auf dem Programm. Diese Äußerung ist natürlich spekulativ. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 811,75 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 92,77 Dollar und in London zu 96,87 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,7836 Euro . Damit kostet der Euro 1,2761 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise drehten gestern nach Einstellung des Dreijahrestiefs die Richtung. Sie stiegen. Die Angelegenheit spielt sich am unteren Rand des abwärtsgerichteten Trendkanals ab, wie der 3-Monats-Chart der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt.

Der Binnenmarkt ist, wen wundert es bei diesen Preisen, sehr belebt. Ernste Terminprobleme bei den Lieferungen wurden bisher nicht gemeldet. Gemäß unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl würdigen die Kunden mit ihrem Kaufverhalten das ausgezeichnete Preisniveau.

Die Preisentwicklung schätzen unsere Leser weiterhin sehr positiv ein. Daraus kann man schließen, dass weitere potenzielle Käufer bereitstehen. Wer auf Abgang setzt, sollte sich bewusst sein, dass jeder Trend ein Minimum hat, ab dem es wieder aufwärts geht. Dieses zu erkennen, ist entscheidend für den guten Kauf.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt ein Kaufsignal. Das deckt sich mit dem Kaufverhalten der Kunden und steht nicht im Widerspruch zur Preiserwartung der Leser. Auch wenn die Preise noch besser werden könnten, konstatieren wir, dass mit dem Signal ein weiterer Beleg dafür vorliegt, dass der aktuelle Preis kaufenswert ist.

Die Preistrends weisen in allen relevanten Bereichen abwärts. Das ist natürlich eine Einladung, weiter auf noch attraktivere Preise zu spekulieren. Wie gesagt, diese Spekulation sollte nicht überzogen werden, sonst wird sie erfolglos enden. Bleibt zu erwähnen, dass die aktuellen Heizölpreise deutlich unter dem Niveau der letzten drei Jahre zum gleichen Zeitpunkt liegen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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