Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise setzen Talfahrt fort

Internationaler Markt

Zunächst stützten die ins Stocken geratenen Atom-Verhandlungen mit dem Iran die Ölpreise. Im späteren Handel brachen sie dann erheblich ein. Die zu erwartende Erhöhung der Förderung des Iraks wurde erneut und verstärkt zum Thema gemacht. Die US-Bestandsdaten haben sich in einer Vorabmeldung nicht so entwickelt, wie es erwartete wurde. Dies drückte noch einmal auf die Kurse. Letztlich verstärkten aber auch gestern die automatischen Handelssysteme der Spekulanten die Kursentwicklung. Die Entwicklung der Ölpreise wurde in der letzten Zeit von vielen Analysten unterschiedlich gesehen. Einige meinen, dass der letzte Anstieg ungerechtfertigt sei. Diese könnten sich in der aktuellen Entwicklung bestätigt sehen.

Nach einer Berg- und Talfahrt schloss die Gemeinschaftswährung etwas gestärkt gegenüber dem Dollar. Der Anstieg wurde hauptsächlich damit begründet, dass es Gerüchte um eine Einigung zur Griechenland-Problematik gegeben hatte. Der leichte Anstieg zeigt, dass die Griechenland-Frage immer noch Einfluss auf den Außenwert des Euro hat. Die sich hinziehenden Verhandlungen und die Gefahr eines Scheiterns bedrohen nach Analystenmeinung den Eurokurs. Wir denken, dass die Unsicherheit Anlass für Spekulationen gibt. Einen größeren Effekt als diesen wird die Staatsschuldenkrise in Griechenland kaum entfalten.

Die Ölbörsen bestätigen heute Morgen die Schlusskurse von gestern und bewegen sich kaum. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 572,25 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 57,76 Dollar und in London zu 62,54 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,9158 Euro . Damit kostet der Euro 1,0919 Dollar .

Nationaler Markt

Die Heizölpreise sinken in Deutschland erneut. Der Abschwung innerhalb des kurzfristigen Aufwärtstrends ist nun so stark, dass die Heizölpreise ihn nach unten durchbrechen. Wir werden also den Trendkanal auf Seitwärts ändern. Dies gilt auch für den mittelfristigen Trend (12 Monate).

Den Binnenmarkt lässt der neuerliche Preisnachlass vorerst kalt. Die Abwärtsdynamik ist zwar schön, allerdings besteht die Gefahr, dass es zuletzt zu schnell ging und eine Gegenreaktion folgt. Die Gefahr droht heute von der Veröffentlichung der US-Bestandsdaten, die immer wieder für Wetten auf den Ölpreis herhalten müssen und für Preissteigerungen sorgen können. Zurzeit werden Bestellungen auf leicht unterdurchschnittlichem Niveau vorgenommen. Das korrespondiert mit der Hoffnung auf günstigeres Heizöl. Diese hat enorm zugelegt. Von dem eher schwachen Wert von 69 Prozent ist sie um 18 Prozentpunkte auf 87 Prozent gestiegen. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine steht auf einem leicht überdurchschnittlichen Niveau für die Kaufbereitschaft, das andere auf einem schwachen Wert für die Erwartung an fallende Heizölpreise.

Das mathematische Tiefpreis-System steht im Westen Deutschlands auf Grün. Im Rest der Republik zeigt es keine Kaufsignale an. Dieser Umstand unterstützt die Markthaltung der Beobachter. Die Signale werden definitiv wieder kommen. Es ist gut möglich, dass die Preise dann tatsächlich tiefer liegen als heute.

Die Preistrends gehen immer mehr in Richtung Seitwärtstrend. In den kurzfristigen Einstellungen fallen die Heizölpreise gerade aus den Aufwärtstrends nach unten heraus. Wenn sich diese Entwicklung heute bestätigt, müssen wir diese Trends anpassen. In den längerfristigen Ansichten zeigen sie Wimpel. Das sind Konstellationen, die auf eine bevorstehende Neuausrichtung der Ölpreise hindeuten. Danach kann es aufwärts oder abwärts gehen. Beides ist möglich. Wir sehen längerfristig wieder Preispotenzial nach unten.

Unser simpler Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt, sollten Sie kaufen. Seien Sie einfach mit dem gewaltigen Preissturz, von dem immer noch ein ordentlicher Anteil verblieben ist, zufrieden. Wenn Sie genügend Heizöl im Tank haben, über ein gutes Nervenkostüm verfügen, um unliebsame Preisentwicklungen zu ertragen, und den spekulativen Kick lieben, sollten Sie es riskieren, auf bessere Preise zu setzen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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