Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise stagnieren

Über das Wochenende gab es keine weiteren Impulse für die Ölmärkte. Freitag hatten noch die Produktionsstörungen in der Nordsee für steigende Preise gesorgt. Trotz einiger beruhigender Meldungen aus dem Iran und von den Raffinerien in den USA stiegen die Preise weiter. Insgesamt sieht die Versorgungslage mit Rohöl gut aus. Die OPEC hatte die Lieferungen im Juni leicht erhöht. Der Verbrauch von Benzin ging in den USA und Europa leicht zurück. Kurzfristig bewegt sich Benzin seitwärts. Mittelfristig bleiben die Papiere für Rohöl, Gasöl und Benzin aber im Aufwärtstrend. Die Steigerungen beim Rohöl sehen etwas zu stark aus. Analysten meinen aber, dass die nächste Preisgrenze von 75 Dollar für Crude Oil an der NYMEX in den nächsten Tagen geknackt werden könnte. Der Dollar steht zurzeit auf verlorenem Posten und fällt weiter. Die Einzelhandelserlöse hatten sich in den USA nicht wie gewünscht entwickelt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Produktionsstörungen in der Nordsee
Instabile Lage in Nigeria
Atomkonflikt mit dem Iran
Raffinerieprobleme in den USA
Negative Hurrikanprognosen für die USA
Weltwirtschaft wächst stärker als prognostiziert
Charttechnik: stabiler Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC erhöhte Lieferungen im Juni geringfügig
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt
Iran reduziert Aggressivität im Atomstreit
Wiederinbetriebnahme einiger US-Raffinerien
US-Rohöllager prall gefüllt
US-Benzinnachfrage könnte sinken
Nigeria wird stillgelegtes Ölfeld im Juli reaktivieren

Unsere Heizölpreise sind im Vergleich zum Freitag leicht gestiegen. Der sehr günstige Dollar dämpft die Preissteigerungen für die deutschen Heizölverbraucher ab. Die Inlandsnachfrage fängt an sich zu regen. Die Gefahr für steigende Heizölpreise im Inland ist für Verbraucher damit gleich aus drei Richtungen gegeben. Steigen die Ölnotierungen weiter, steigen die Einkaufspreise für den Handel. Fällt der Dollar in nächster Zeit wieder, was durchaus wahrscheinlich ist, dann steigen die Einkaufspreise für den Handel ebenfalls. Kommt die Inlandsnachfrage in Schwung, steigen die Verkaufspreise des Handels, weil der wieder Boden gut machen muss. Er hatte in den letzten Monaten kaum Geschäft gemacht.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen