Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise starten ohne Richtungsimpuls

Am vergangenen Freitag dominierten die Buchhalter an den Börsen. Zum Quartalsende wurden einige Wetten auf fallende Preise glattgestellt, so dass die Ölnotierungen stiegen. Dies taten sie aber ohne dauerhafte Wirkung. In der vergangenen Woche waren die Ölpreise innerhalb des Seitwärtstrends gefallen. Während sich zwischen Euro und Dollar wenig abspielte. Zusammen ergab dies für die deutschen Heizölpreise ein mageres Minus von ca. 1,5 Prozent. Auch vom Wochenende sind keine richtungsweisenden Geschehnisse zu berichten. Zwar haben die USA ihre Sanktionen gegen den Iran verstärkt, tatsächlich bedeutete dies allerdings nur das Vorgehen gegen US-Firmen, die weiterhin in Handelsbeziehungen zum Iran standen. Demnach ging es mehr um den Vollzug bereits beschlossener Sanktionen als um neue Maßnahmen. Es wurde nun aber bestätigt, dass es ein internationales Treffen im April geben wird, in dem versucht wird, eine diplomatische Lösung des Atomkonflikts zu finden. Diese preistreibenden Einflüsse wurden aber von gemischten bis schlechten Wirtschaftsdaten konterkariert. So war der US-Einkaufsmanagerindex gegen die Erwartungen ins Minus gerutscht. Für Europa sorgten die zurückgegangenen Einzelhandelsumsätze für Ernüchterung. Auch die Förderausfälle und Kompensation dieser Fördermengen durch Förderländer des Nahen Ostens halten sich in etwa die Waage. Diese Woche könnte weiter die Diskussion um die Freigabe der strategischen Reserven, der Iran, aber auch neue Entwicklungen im Euro-Raum für Bewegung sorgen.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Knappe Reservekapazitäten der Förderung
Ausfälle von Lieferungen aus Südsudan, Jemen, Kanada, Irak, Brasilien
Asiatische Ölnachfrage wächst
Kriegsrasseln in der Iranaffäre

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schlechte Konjunkturdaten aus EU und USA
Irak steigert weiter die Fördermengen
Libyens Exporte erreichen in Kürze Vorkriegsniveau
Saudi Arabien will mehr Öl liefern
Hoffnung auf diplomatischen Fortschritt im Irankonflikt
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen

Unsere Heizölpreise bewegen sich weiter kaum. Ölpreis und Dollar bewegen sich innerhalb eines kurzfristigen Seitwärtstrends. Es wird nach einer neuen Richtung gesucht. Neue Impulse müssen folgen. Wir haben allerdings kaum Hoffnung auf nennenswerte Schnäppchen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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