Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise steigen weiter

Die Ölnotierungen stiegen gestern erneut. Sie wurden neben den laufenden Konflikten mit dem Iran und weiterhin guten Konjunkturdaten zusätzlich von der immer bedrohlicher wirkenden Situation in Nigeria befeuert. Die EU wird sich wahrscheinlich heute noch zu einem Embargo gegen den Iran durchringen. Der Iran hatte bereits im Vorfeld des US-Embargos damit gedroht, die wichtigste Handelsroute für Öl, die Straße von Hormus, zu sperren, wenn es zu einem Embargo kommen sollte. Dieser Drohung wird nicht geglaubt, dennoch sprechen Marktteilnehmer von einer Iran-Risikoprämie von ca. 9 Dollar pro Barrel. In Nigeria drohen Streiks die Ölförderung zu stören. Neben den Störungen aus dem Iran, unterstützt dies den Preisauftrieb. Leider kommt zum Unglück auch Pech dazu. Der Euro musste Federn lassen. Zwar konnten deutsche Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren mit günstigeren Konditionen als zuletzt abgesetzt werden, aber Spanien scheint zu straucheln. Es wird diskutiert, ob es nicht ebenfalls den IWF und den EFSF nutzen soll. Unterstützt werden beide Bewegungen durch Marktmechanismen und die Charttechnik. Zum einen werden beim Euro bereits erste Gewinne eingestrichen und zum anderen wurden bei den Ölnotierungen Kaufsignale angezeigt, die zu Anschlusskäufen führten. Die uneinheitliche Stimmung beim Euro wird uns noch eine ganze Weile begleiten. Die Meinungen der Experten reichen vom Untergang der Währung bis zur Stabilisierung in diesem Jahr. Allein beim Jahr scheint Einigkeit zu herrschen. Beim Öl wird unserer Meinung nach zurzeit hoch gepokert, obwohl der Öldurst aus Fernost die Phantasie der Händler an den Börsen anregt. Heute werden die US-Bestandsdaten veröffentlicht. Diese wöchentliche Veröffentlichung reizt immer wieder zu Spekulationen. Sollten die Daten enttäuschen, könnte eine kleine Korrektur erfolgen. Die Bedeutung des Irankonflikts sollte man ihnen aber nicht beimessen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Gute Konjunkturdaten
Atomstreit mit dem Iran
Kraft- und Brennstoffversorgung in Europa unsicher
Unruhen in der kasachischen und nigerianischen Ölindustrie
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen
Ratings wichtiger Länder und Banken vor Herabstufung
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
OPEC und IEA reduzieren Prognosen über Nachfragesteigerung
Libyen baut Produktion rasch wieder auf

Unsere Heizölpreise steigen weiter. Sie leiden unter dem Aufwärtsdrang an den Ölbörsen und den Verlusten des Euros. Eine Korrektur wird immer wahrscheinlicher. Allerdings wird sie kaum ausreichen, die zuletzt aufgelaufenen Preissteigerungen abzubauen. Deswegen empfehlen wir, auch heute, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs auseinanderzusetzen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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