Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise verlieren die Bewegung

Internationaler Markt

Die massenweise in den Äther geworfenen Konjunkturdaten der wichtigen Wirtschaftsnationen sind weder gut noch schlecht. Geopolitischen Störungen gibt es zuhauf. Ernsthafte Spannungen für den Ölmarkt entstehen daraus momentan nicht. Die Lage bietet alle Voraussetzungen, die Finanzszene zu paralysieren. Sie handelt relativ wenig und vor allen Dingen, ohne dabei nennenswerte Preisbewegungen beim Öl auszulösen.

Der Tenor lautet, es gibt genug Öl im Markt und die bekannten Probleme sind nicht geeignet, das zu ändern. Einige Analysten sehen in der aktuellen Preisbewegung bereits einen Abwärtstrend. Die Meinung, dass die Risikoprämie, die durch den Ost-West-Konflikt um die Ukraine und die Landnahme der ISIS im Irak aufgebaut wurde, nun vollends verschwindet, findet man allerdings nicht. Insofern wäre die Bezeichnung „Gegenbewegung zu einer Preisübertreibung“ besser geeignet. Der Trend wird, wenn die Angelegenheiten nicht aus dem Ruder laufen, seitwärts gerichtet bleiben.

Heute Morgen tendieren die Ölnotierungen aufwärts. Das war gestern auch der Fall. Im Tagesverlauf ergab sich dabei gleichwohl eine Seitwärtsbewegung. Wir spekulieren darauf, dass das heute ähnlich ist. Die Tonne Gasöl kostet 914,75 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 105,42 Dollar und in London zu 112,28 Dollar gehandelt. Der Euro kostet 1,3677 US-Dollar.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Sie folgen damit den Vorgaben der Öl- und Devisenbörsen. Das Niveau, auf dem sie sich nun befinden, ist geeignet, für längere Zeit als Mittelwert der Preisbewegung zu dienen.

Im Binnenmarkt sehen wir wieder mehr Kaufinteresse als in den letzten zwei Wochen. Entsprechend hat die Anzeige in unserem Heizölkauf-Barometer den Tiefpunkt verlassen. Händler reduzieren als Reaktion auf die maßvolle Besserung die Rabatte in den Preisen. Verbraucher werden davon kaum etwas mitbekommen, weil es sich um Anpassungen im Promillebereich handelt.

Unser mathematisches Tiefpreis-System lässt in naher Zukunft kein Kaufsignal erwarten. Das heißt aber nicht, dass ein Kauf derzeit falsch wäre. Wenn ein leerer Tank befüllt werden muss, sollte man den Preisrückgang der letzten Tage als Einladung zur Bestellung verstehen. Unsere Leser schätzen die kurzfristige Preisentwicklung sehr positiv ein. Wer es sich aufgrund des Füllgrades im Tank leisten kann, spekuliert also eher auf tiefere Preise. Wenn man sich des Risikos bewusst ist und die Preisbildung eng verfolgt, ist das ratsam.

Der aktuelle Preisrückgang steht im Rang einer Gegenbewegung zum Aufwärtstrend der letzten Wochen. Er lässt sich kaum als Abwärtstrend interpretieren. Um einen solchen zu erzeugen, bedarf es einer grundlegenden Änderung mindestens eines Krisenfaktors, zum Beispiel Einigkeit zwischen der EU und Russland in der Ukrainepolitik. Das scheint utopisch zu sein. Anlass zur Hoffnung auf günstigeres Heizöl bietet allerdings die längerfristige Preisbetrachtung. Sie zeigt einen Abwärtstrend an. Bleibt zu erwähnen, dass die aktuellen Heizölpreise deutlich unter dem Niveau der letzten beiden Jahre liegen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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