Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise wieder auf gutem Weg

Internationaler Markt

Die US-Konjunktur läuft nicht wie gewünscht. Aber China meldet ein Konjunkturdatum, das über den Erwartungen liegt. Damit balsamieren die Bullen ihre Enttäuschung, die sich am Freitag in sinkenden Ölnotierungen widerspiegelte.

Es soll ein Sommer des unbeschwerten Autofahrens mit vielen Extrameilen in den USA werden. Nach der sparsamen Zeit infolge des Finanzcrashs in 2008 wird für dieses Jahr die Befreiung aus dem Alltagsgrau der eingeschränkten Mobilität erwartet. Die Rückkehr des amerikanischen Traums auf motorisierten Rädern für alle wird den Benzinkonsum wachsen lassen. Das ist der Plan. Die Realität sieht indes anders aus. Bereits jetzt deutet sich an, dass der Plan nicht erfüllt wird. Fahren für alle ist nicht mehr realisierbar, weil die Finanzordnung viel zu viele Menschen auf der Straße liegen lässt. So wird es wohl ein Sommer wie jeder andere nach 2008 werden, mit unterdurchschnittlichem Benzinkonsum.

Der US-Konsum läuft nicht so, wie sich Finanzjongleure und Politiker das wünschen. Die US-Ölproduktion läuft dafür umso besser. Das Produktionswachstum wird das Konsumwachstum, wenn es überhaupt eins gibt, definitiv übersteigen. Das ist nicht der Stoff aus dem steigende, sondern fallende Ölpreise gemacht werden.

In den letzten Wochen wurde der eigentlich logische Preisrückgang durch die politischen Verwerfungen zwischen Russland und der USA-EU-Koalition blockiert. In diesen Tagen scheint sich die Blockade aufzulösen, obwohl die Differenzen der Streithähne fortbestehen. Aktuell steht und fällt die Ölpreisbildung mit einer Einigung im Streit um Gaslieferungen für und durch die Ukraine. Danach müsste man sich erneut mit den kriegsähnlichen Umständen in der Ostukraine beschäftigen. Es ist gut möglich, dass die Großmächte einen Bürgerkrieg dort zulassen, um ihre übergeordneten Interessen nicht zu stören. Der geopolitische Zynismus will es, dass das den Ölpreisen aus Verbrauchersicht gut täte.

Heute Morgen wird an den Ölbörsen die zur Zahl gewordene Meldung Chinas gehandelt, nach der die Konjunkturdynamik wieder wächst. Der Anstieg der Ölnotierungen konnte den vorausgegangenen Rückgang noch nicht kompensieren. Zur Stunde sieht es auch nicht so aus, als könnte das gelingen. Die Tonne Gasöl kostet zur Stunde 895,25 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 103,26 Dollar und in London zu 109,76 Dollar gehandelt. Der Euro kostet 1,3633 US-Dollar.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben nach. Die Vorgaben hierzu durch Gasöl- und Dollarnotierungen waren zuletzt stark. Käufer im Binnenmarkt reagieren prompt mit einer nennenswerten Erhöhung der Orderzahlen. Die Rabatte in den Preisen sind geringfügig gedrosselt. Für Käufer ist das kaum spürbar.

Unser mathematisches Tiefpreis-System gibt zwar noch kein Kaufsignal. Der aktuelle Preis steht aber schon wieder nahe an dem Niveau, auf dem zuletzt grünes Licht gegeben wurde. Leser schätzen die Aussichten auf fallende Preise momentan sehr positiv ein. Auch wir sehen die Lage wieder optimistischer, wenngleich unsere Sorge vor einer erneuten Eskalation im Ost-West-Konflikt noch nicht aufgelöst ist.

Die Preisentwicklung befindet sich weiterhin in einer Konsolidierungsphase. Ein Trend liegt nicht vor. Die Aussicht, dass der Abwärtstrend nach dieser Phase fortgesetzt wird, ist allerdings recht gut. Bleibt zu erwähnen, dass die aktuellen Preise bereits kaufenswert sind. Heizöl ist günstiger als in den letzten drei Jahren zum gleichen Zeitpunkt. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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