Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise wieder im günstigen Bereich

Internationaler Markt

Die globale Wirtschaft läuft nicht richtig. Der Satz klingt dramatischer als die Lage wirklich ist. Die Statistiker des US-Energieministeriums (EIA) korrigieren die entsprechenden Verbrauchsdaten in ihrem aktuellen Ölmarktbericht in homöopathischen Dosen nach unten. Für die USA sehen sie sogar einen kleinen Anstieg für Verbrauch und Produktion voraus. Die Preisprognosen werden zwar erneut gesenkt. Die aktuellen Rohölpreise liegen allerdings schon deutlich unter den Vorhersagen, so dass trotz des durchwachsenen Umfelds theoretisch ein Preisanstieg zu erwarten wäre. Das ist kein Grund für Pessimismus. In der Disziplin Preisprognose waren die EIA-Leute schon immer schlecht.

Libyen erhöht fast im Tagestakt den Ölausstoß. Man ist ungefähr bei der Hälfte der nominellen Förderfähigkeit angekommen. Das Öl lässt sich nur mit starken Abschlägen am Markt platzieren. Aktuell ist die Situation sehr hilfreich, da Wartungsarbeiten an einer Nordsee-Plattform länger als erwartet dauern. Die aufgelaufenen Fehlmengen spielen aufgrund der allgemein sehr guten Versorgungslage keine Rolle bei der Preisbildung.

Gestern gaben die Ölnotierungen weiter nach. Sie befinden sich mittlerweile auf einem 16-Monatstief. Das gilt leider nur für dollarnotiertes Öl. In Euro bepreiste Ware war vor Kurzem noch günstiger. Der stark steigende Dollar verdirbt Verbrauchern hierzulande ein wenig die Party. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 845,25 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 92,76 Dollar und in London zu 99,31 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,7734 Euro . Damit kostet der Euro 1,2931 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben nach. Gestern kam sogar der Dollar zu Hilfe. Die freundliche Bewegung spielt sich vollständig im kurzfristigen Aufwärtstrend ab, wie der 3-Monats-Chart der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt.

Der Binnenmarkt läuft gemessen an der Tatsache, dass jetzt Hauptsaison ist, verhalten. Der Handel rabattiert die Preise schon wieder ein wenig. Gemäß unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl signalisieren die Kunden mit ihrem Kaufverhalten, dass sie die Heizölpreise „nur noch“ für akzeptabel halten.

Die Preisentwicklung schätzen unsere Leser hingegen wieder sehr positiv ein. Daraus kann man schließen, dass potenzielle Käufer auf ihren Moment warten. Wer auf Abgang setzt, sollte sich des Risikos der Wette bewusst sein und das Geschehen eng verfolgen. Gegen den steigenden Dollar zu wetten, ist mutig bis übermütig. Zudem sollten die Kriege an verschiedenen ölrelevanten Orten der Welt trotz aller Beruhigungspillen, die hier verabreicht werden, nicht unterschätzt werden.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt kein Kaufsignal. Das deckt sich mit der Preiserwartung der Leser. Viele Kunden beurteilen die Preise sinnvollerweise im wirtschaftlichen und politischen Kontext und im Zusammenhang mit dem eigenen Heizölvorrat. Das kann unsere Mathematik nicht bieten. Sie leitet Signale einzig aus der Preisbewegung der Vergangenheit ab.

Der Preistrend weist nur im kurzfristigen Bereich aufwärts. In allen anderen Zeitstufen sind die Abwärtstrends noch intakt. Aus dem längerfristigen Trend wird allerdings deutlich, dass die Hoffnung auf günstigere Preise grenzwertig ist. Wie gesagt, darauf zu setzen, ist eine Risikowette. Bleibt zu erwähnen, dass die aktuellen Heizölpreise deutlich unter dem Niveau der letzten drei Jahre zum gleichen Zeitpunkt liegen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen