Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise zeigen kurzfristig nach unten

Internationaler Markt

Die Stimmung an den Ölbörsen bleibt gedrückt. Sie sorgt für generell günstige Ölpreise. Dies rührt hauptsächlich von der guten Versorgungslage her. Risiken, wie die Ukraine-Krise und der Krieg im Irak, sorgen nicht für Produktionsausfälle. Andere Risiken, wie ein Arbeiterstreik in Nigeria, sorgten am Freitag lediglich für eine eher technisch anmutende Reaktion bei der Nordsee-Sorte Brent. Die Ölnotierungen für diese Sorte machten einen kleinen Sprung nach oben. Es handelt sich aber nicht um eine Neuausrichtung. Der Arbeiterstreik wurde am Wochenende bereits wieder beendet. Wir gehen davon aus, dass der Anstieg bei Brent im Laufe des Tages zumindest aus diesem Grund wieder zurückgeführt wird. Die Heizölpreise können nach wie vor von den günstigeren Ölpreisen der jüngeren Vergangenheit profitieren.

Der Euro leidet unter der neuen Geldpolitik der EZB. Die Leitzinssenkung und die bloße Ankündigung von Anleihekäufen haben den Euro scheinbar nachhaltig geschwächt. Das Nein der Schotten zur Abspaltung hatte den Euro anfangs noch gestützt, weil es für Kontinuität in der EU stand, aber der dahinter liegende Trendwechsel wurde nicht verändert. Seit fast drei Monaten kennt der Euro nur eine Richtung. Von fast 1,37 Dollar ist der Euro auf aktuell 1,28 Dollar gefallen. Die Tendenz ist weiter fallend. Sie wird durch die Konkretisierung der Größenordnung der Anleihekäufe verstärkt werden. Einige Analysten sehen den Euro bereits bei 1,20 Dollar, allerdings erst im kommenden Jahr. Hier droht den günstigen Heizölpreisen aus diesem Jahr Gefahr.

Charttechnisch stehen die Vorzeichen eher auf Minus. Die Indikatoren deuten einen preisdrückenden Einfluss an. Stark sind diese Anzeichen zurzeit nicht. Wir erwarten, außer als Reaktion auf grundlegende Veränderungen, keine Impulse für heute und morgen.

Heute Morgen geben die Kurse bereits wieder nach. Sie weichen vor dem Hintergrund der guten Versorgungslage weiter auf. Im Vergleich zu Freitagmorgen kostet die Tonne Gasöl wenig verändert aktuell 821,50 Dollar, . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 92,01 Dollar und in London zu 97,91 Dollar gehandelt. Der Euro holt zum Gegenschlag aus und steigt zumindest in die Richtung der 1,29 Dollar-Marke. Er steht heute Morgen erfreulicherweise bei 1,2865 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise fielen aus dem kurzfristigen Aufwärtstrend. Die schwachen Ölbörsen machten es möglich. Der Dollar hielt am Freitag leider dagegen. Die Heizölpreise könnten also noch niedriger sein. Der Binnenmarkt reagierte bereits auf die günstige Gelegenheit mit starken Käufen am Wochenende.

Unsere Nutzer kauften am Wochenende verstärkt. Sicher wurden auch sie von der glücklichen Fügung bestätigt, dass die kurzfristige Aufwärtsbewegung durchbrochen wurde. Das gute Wetter, das wir in einigen Teilen Deutschlands genießen durften, brachte eine reduzierte Aufmerksamkeit mit. Diejenigen aber, die sich mit dem Heizölkauf beschäftigten, schlugen zu. Gemäß unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl signalisieren die Kunden mit ihrem Kaufverhalten, dass sie die Heizölpreise für sehr gut halten.

Unsere Leser stimmten wieder einmal mehrheitlich für sinkende Heizölpreise. Der Wert stieg von 64 Prozent um 9 Prozentpunkte auf 83 Prozent. Das ist der Spitzenwert der vergangenen Woche. Die Leser waren also, anders als die Händler an der Londoner Börse, von einer positiven Entwicklung überzeugt. Der Wert von 83 Prozent ist nunmehr wieder ein durchweg optimistischer Wert, der Hoffnung auf niedrigere Heizölpreise machen kann.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt kein Kaufsignal. Hierfür ist die Heizölpreis-Entwicklung noch nicht deutlich genug. Die vielen kleinen Richtungswechsel der letzten Zeit lösen noch keinen Kaufimpuls aus. Viele Kunden beurteilen die Preise sinnvollerweise im wirtschaftlichen und politischen Kontext und im Zusammenhang mit dem eigenen Heizölvorrat. Das kann unsere Mathematik nicht bieten.

Der Preistrend im kurzfristigen Bereich wurde zum Wochenende hin gebrochen. Die Preisentwicklung ist kaum in einen vernünftigen Trend zu fassen, weil die Dynamik der letzten Zeit nicht einfach in die Zukunft fortgeschrieben werden kann. Nichtsdestotrotz weist der Trend nun steil abwärts. Das kann kaum von Dauer sein. Zumindest eine Abschwächung wird in Kürze von Nöten sein. Mittelfristig ändert sich an der Preisentwicklung nichts. Seit Anfang des Jahres bewegen sich die Heizölpreise wenig und zeichnen eine Seitwärtsbewegung. Es bleibt festzuhalten, dass der aktuelle Heizölpreis deutlich günstiger ist als in den letzten drei Jahren.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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