Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Heute bleibt der Handel kalt

Heute ist Labour Day in den USA. Die Börsen bleiben geschlossen. Daher ist kaum Bewegung von den Preisen zu erwarten. Dennoch können an einem solchen Tag neue Impulse gesetzt werden. Feiertage sind Tage politischer Reden. Und die sind in diesen Zeiten ein willkommenes Instrument für die US-Regierung, die Kriegsstimmung anzuheizen.

Derzeit sieht es nicht danach aus, als werden die USA kurzfristig einen Waffengang gegen Saddam Hussein beginnen. Die Verbündeten stehen nicht mehr Gewehr bei Fuß. Sollte es in naher Zukunft aber zu einem Krieg kommen, wäre die Ölversorgung gefährdet. Die Gefahr von Engpässen liegt allerdings mehr in den USA als bei uns, da die Abhängigkeit vom Golföl beim Ölverbraucher Nummer Eins erheblich höher ist als hierzulande.

Deutschland bezieht sein Öl aus insgesamt 21 Ländern. Die fünf wichtigsten Lieferstaaten sind die russische Föderation mit 31,2%; Norwegen mit 20,3%; Großbritannien mit 12,5%; Libyen mit 8% und Syrien mit 6,3% an der gesamten Bezugsmenge. Aus den Quellen verschiedener OPEC-Staaten stammen 17,6% unserer Rohölimporte. Mit diesen gut verteilten Bezugsquellen hat Deutschland das Risiko einer Ölverknappung aus politischen Gründen gering gehalten.

Trotz der Risikominimierung könnten die Preise im Falle einer militärischen Auseinandersetzung selbstverständlich in die Höhe schnellen. Davon sind wir heute aber weit entfernt. Der Gasölpreis macht mal wieder das, was wir an einem Feiertag von ihm erwarten. Er steht still. Mit 233$ für die Tonne geht er exakt mit dem Preis in die Woche, mit dem er am Freitag schloss.

Unser Heizölpreis bewegt sich demzufolge ebenfalls nicht. Er bleibt weiter in der Nähe seines bundesweiten Mittelwertes von 0,35 EUR pro Liter bei 3000 Litern Abnahmemenge.

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