Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Heute wird nicht gestochert

Die Preise werden sich auch in dieser Woche in den Grenzen des seit Mai gültigen Seitwärtstrends bewegen. Dabei gewinnt die untere Grenze als Richtwert an Bedeutung. Sie liegt für Texas Rohöl der Marke WTI, das in New York gehandelt wird, bei 72 Dollar pro Barrel. Der gleiche Grenzwert gilt für Nordseerohöl der Marke Brent. Aktuell wird Brent zwei Dollar höher bepreist als WTI. Dieser Umstand spiegelt die Nachfrageschwäche in den USA besonders klar wider, denn eigentlich sollte WTI aufgrund der höheren Ölqualität rund zwei Dollar teurer sein als Brent. Die USA werden ihre Schrittmacherrolle für die Weltkonjunktur in absehbarer Zeit nicht zurückgewinnen. Vielleicht haben sie sie sogar dauerhaft verloren. Gleichwohl halten Finanzjongleure an den USA als Zentrum des Geschehens fest. Dort stochern sie im Überfluss der Wirtschaftszahlen nach irgendeinem positiven Zeichen. Mittlerweile gilt es als positiv, wenn ein Konjunkturwert nicht weiter abstürzt. Natürlich lässt sich der Absturz von Aktienindizes und Ölpreisen mit dieser Definition verhindern. Mehr aber auch nicht. Heute wird nicht gestochert, denn heute bleiben die US-Börsen geschlossen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Mal was Positives aus der Datenflut zur US-Wirtschaft
FED gibt der Wirtschaft weiterhin billigstes Geld
Spekulation auf harte Hurrikansaison

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Schwache US-Konjunktur
Hohe US-Lagerbestände
Ölnachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl
Sorge um Staatsverschuldungen

Unsere Heizölpreise geben etwas nach. Genau wie das Auf am Freitag wird das Ab heute von den Börsen eingebracht. Es ist Ausdruck eines ideenlosen Handels. Ideenlos ist die große Linie im Finanzzirkus seit Monaten und sie wird es wohl noch über Monate bleiben. Das gilt sowohl für die Öl- als auch für die Dollarnotierungen. So müssen sich spekulierende Verbraucher mit kleinen Preisunterschieden als Kaufanreiz zufrieden geben. Nicht spekulierende Verbraucher können gewiss sein, in diesen Wochen auch ohne Engagement vor dem Kauf einen maßvollen Preis zahlen zu müssen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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