Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Historische Rettungsaktion für Finanzbranche

Mit einem als historisch bezeichneten Rettungspaket von ca. 700 Milliarden Dollar will die US-Regierung seiner Finanzbranche helfen. Neben Erleichterungen in der Zwangsvollstreckung in das Vermögen von Hausbesitzern, die nun ihre Kredite nicht mehr bedienen können, sieht das Paket einen Aufkauf „fauler“ Kredite vor. Dies soll in einer Art reverser Auktion ablaufen, bei der die USA einen Kredit kaufen wollen und die Kreditinstitute ein Angebot abgeben können. Das nächste Institut muss dann seinen Kredit günstiger anbieten als das Institut vor ihm. Diese Prozedur wird wiederholt, bis einer dieser „faulen“ Kredite zum günstigsten Preis an die USA geht. Da dies mit den Steuergeldern der US-Bürger finanziert wird und eine Unmenge zusätzlichen Geldes in den Markt spült, sind die Spätfolgen noch unabsehbar. Die USA sondieren bereits, ob es andere Regierungen gibt, die sich an diesem Plan beteiligen wollen. Es kann aufgrund der Unsicherheiten, die damit einher gehen der deutschen Regierung nur davon abgeraten werden, sich daran zu beteiligen. Den Ölpreis treibt es als Gegenwährung zum Dollar wieder nach oben. Der Dollar fällt naturgemäß, weil er dafür herhalten muss, für wertlose Kredite einen Gegenwert darzustellen. Jedenfalls ist der Ölpreis wieder am oberen Rand des Abwärtstrends und könnte diesen in den nächsten Tagen nach oben durchbrechen. Damit wäre eine weitere Abwärtsbewegung des Ölpreises in Gefahr.

Für die deutschen Verbraucher ist ein Ende der Lieferschwierigkeiten nicht in Sicht. Aber so wie normalerweise die Händlerschaft untereinander uneinig ist, verhalten sich auch die Verbraucher. Jeder ist sich selbst der Nächste. Wir raten beide Seiten zu fairem Verhalten, denn die Alternative verschärft die Probleme. Derzeit ist eines dieser Probleme, dass die Lieferkapazitäten nicht ausreichen. Selbst wenn die Heizölhändler rund um die Uhr ausfahren könnten, würden sie dem Ansturm nicht Herr. Des Weiteren müssen Händler, um dem Kunden den heutigen Preis zu garantieren, das Heizöl auch bereits heute sichern. Das funktioniert in der Regel für maximal 14 Tage. Bei Lieferzeiten von bis zu acht Wochen bedeutet jeder weitere Kundenauftrag ein großes Risiko. Verlässlichkeit auf beiden Seiten zur Bewältigung der Engpässe ist unabdingbar.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Staatliche Rettungsaktionen für US-Banken
Schäden durch Ike werden Ölversorgung lange beeinflussen
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
OPEC kürzt Überproduktion
Kaukasuskonflikt
Produktionskosten steigen
Chinas Nachfrage wächst weiter
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Vertrauenskrise der Finanzindustrie
EIA, IEA und OPEC senken Nachfrageprognosen
Dollaraufstieg bedingt Ölpreisabstieg
Sinkende US-Konjunktur
Sinkende OECD-Konjunktur
Charttechnik: Ölpreis im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise ziehen weiter an. Der Weltmarkt kommt den inländischen Preisen wieder etwas entgegen. Im Alltag ist aber nicht mehr der Preis entscheidend, sondern wann das Heizöl geliefert werden kann. Um besser planen zu können, bieten wir mit dem kostenlos zu verwendenden Logbuch für den Heizölverbrauch Unterstützung an. Häufig mangelt es bereits an der genauen Kenntnis über den Heizölvorrat, weil Tanks keine Einsicht gewähren. Auch hierzu bieten wir Abhilfe mit unserem elektronischen Peilstab. Der ist nicht kostenlos aber preiswert.

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