Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Hoffnung auf Rettung

Der Rettungsplan für das angeschlagene Finanzsystem soll kommen. Noch in dieser Woche wird es eine erneute Abstimmung zu einem modifizierten Plan geben. Die Hoffnung auf Rettung trieb den Ölpreis gestern in die Höhe. Die Verluste des Vortags wurden aber nicht annulliert. Die Chartkonstellation muss als Abwärtstrend interpretiert werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zustimmung zum Rettungsplan die Finanz- und Konjunkturprobleme kurzfristig auflöst, ist gering. Dieser Umstand wird als bärischer Einfluss noch länger spürbar sein. Bärisch ist auch der rückläufige Verbrauch von Rohöl und Ölprodukten in den USA. Dem gegenüber steht ein bullischer Einfluss aus der angeschlagenen Infrastruktur nach den schweren Hurrikanen. Die langfristig Preis bewegende Frage ist die nach der Entwicklung des chinesischen Verbrauchs. Derzeit fehlen hierzu verlässliche Daten. Der Dollar konnte gestern ebenfalls zulegen. Gleichzeitiger Ölpreis- und Dollaranstieg ist im Kontext der letzten Monate eine irreguläre Preisbewegung. Sie zeigt, wie emotional die Finanzkrise am Markt verarbeitet wird.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Hoffnung auf US-Rettungsplan
Schäden durch Ike werden Ölversorgung lange beeinflussen
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
OPEC kürzt Überproduktion
Produktionskosten steigen
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Finanzkrise
Sinkende US-Konjunktur
Sinkende OECD-Konjunktur
EIA, IEA und OPEC senken Nachfrageprognosen
Chinas Nachfrage wächst deutlich langsamer
Charttechnik: Ölpreis im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise steigen wieder. Das ist noch kein Hinweis auf einen Trend. Die Finanzkrise beschert preisbewegte Zeiten. Der Binnenmarkt dämpft die heftigen Einflüsse des Weltmarkts. Die Verwerfungen des deutschen Nachfrage-Tsunamis der letzten Wochen sind noch nicht abgebaut. Aber Besserung ist vielerorts in Sicht. Die Lieferzeiten und die Margenüberhöhung im Binnenmarkt sinken langsam. Man muss allerdings damit rechnen, dass Leerstände in den kommenden Wochen zu neuen Belastungen führen werden. Wer sich laufend über die Preise informieren möchte, ohne unsere Website zu konsultieren, sollte unser Emailsystem Preisalarm verwenden. Hier können auch Grenzpreise hinterlegt werden, auf die das System reagiert.

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