Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Hurrikan Gustav wird zum Drama

Die Zeiten im Ölmarkt haben sich geändert. Über Jahre unterstützte die Hurrikansaison die Preise und das selbst wenn schwere Hurrikane ausblieben. Nun kommt mit Gustav ein Sturm auf die Südküste der USA zu, der den Prognosen nach sogar das Hurrikanmonster Katrina übertreffen könnte. Die Preise aber bleiben relativ unberührt. Die Steigerungen sind, gemessen an der Stärke des Sturms, marginal. Derzeit gibt es keinen Anlass anzunehmen, dass sich das in den nächsten Tagen ändert. Eher liegt die Spekulation nahe, dass sich nach Gustav neuer Abwärtsdruck entwickelt. Dass das so ist, hat zwei wesentliche Ursachen. Erstens sinkt die Ölnachfrage insbesondere in den USA. Mit dem bestehenden Angebot ist der Markt sehr gut versorgt. Zweitens erholt sich der Dollar von seinen tiefsten Tiefen. In Öl investierte Dollarflüchtlinge kehren immer noch in den Währungsmarkt zurück. Das Engagement in Öl nimmt weiter ab. Das Potenzial für Preisrückgang hat allerdings Grenzen, die an die Endlichkeit des Rohstoffs Öl gebunden sind.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Gustav bedroht US-Ölanlagen
OPEC diskutiert Ausstoßkürzung
Preisprognose von Goldman Sachs
Kaukasuskonflikt
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
Produktionskosten steigen rasant
Chinas Nachfrage wächst weiter
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sinkende US-Konjunktur bringt Nachfragerückgang
Rückgang der OECD-Nachfrage
Weltwirtschaft kühlt sich ab
EIA, IEA und OPEC senken Nachfrageprognosen
China setzt Inlandspreise für Ölprodukte herauf
Steigender Dollarkurs

Unsere Heizölpreise ändern sich kaum. Seit knapp einem Monat tendieren sie seitwärts. Es gibt keinen Anlass, der eine grundsätzliche Abkehr von dieser Bewegung nahe legt. Für den Weltmarkt können wir uns sogar erneut rückläufige Preise vorstellen. Die werden sich allerdings kaum in den heimischen Heizölpreisen niederschlagen, weil sie mit einem weiteren Dollaranstieg verknüpft sein werden. Das Preisniveau wird gemessen an den Vorjahrespreisen höchstwahrscheinlich hoch bleiben. Wer dennoch auf tiefere Heizölpreise spekuliert, findet in unserem Tool Preisalarm eine sinnvolle Unterstützung. Die Nutzung ist kostenlos.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen