Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Hurrikan vereitelt Regierungsplan

Die Richtung stimmte. Sie ließ tiefere Ölpreise erwarten. Ausnahmsweise gibt es eine politische Einflussnahme im Sinne der Verbraucher. Im Weißen Haus wünscht man die Freigabe von strategischen Reserven. Damit hofft man, einen Teil des Preisanstiegs, den die Regierungspolitik verursacht hat, bis zur Wahl glatt zu stellen. Das Unterfangen ist absurd. Zunächst wurde die Finanzindustrie mit Hilfe der Gelddruckmaschine in die Lage versetzt, Ölpreise in die Höhe zu treiben. Die Einladung nahm sie während der Präsidentschaft Obamas dankend an. Dann wurden mit dem Abnahmeboykott gegen den Iran Ölmengen aus einem mit geringen Reservekapazitäten ausgerüsteten Markt herausgenommen. Auch die Einladung nahm die Finanzszene dankend für die Spekulation auf höhere Preise an. Nun glaubt man, diesen Leuten mit etwas Öl aus den Lagern den bullischen Wind aus den Segeln nehmen zu können. Gleichzeitig weckt man die Erwartung, dass sie mit neuen Finanzmitteln ausgerüstet werden. Die Lagermengen für einen bärischen Trend sind sehr begrenzt. Die Gelddruckmaschine für einen bullischen Trend kennt keine Grenzen. Was also soll geschehen, solange die Geldmaschine nicht endgültig zum Stillstand gebracht wird? Heute Morgen ist der gut gemeinte Gedanke mit der Reservenfreigabe ohnehin Makulatur. Nun zieht ein ordentlicher Sturm im Golf von Mexiko auf, der sich nach aktuellen Berechungen zu einem Hurrikan entwickeln und über einen nennenswerten Teil der Ölanlagen hinwegfegen wird. Möglicherweise betroffene Einrichtungen wurden bereits abgeschaltet. Dadurch fehlt schon wieder Öl. Die Preise ziehen an.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Hurrikan bedroht Ölanlagen im Golf von Mexiko
EIA sieht Markt schlecht mit Öl versorgt
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Stützungsaktionen von Politik und Notenbanken erwartet
Kalter Krieg um iranisches Atomprogramm wird heißer
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Nordseeölanlagen im Wartungszyklus

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: IEA könnte Ölreserven freigeben
IEA senkt Prognosen zur Ölnachfrage
Schwache Konjunkturaussichten
Schuldenkrise in Europa
OPEC produziert noch über Quote

Unsere Heizölpreise befinden sich in einer kleinen Gegenbewegung zum Aufwärtstrend. Heute Morgen bekommen sie durch kräftig anziehende Ölnotierungen an den Börsen die falschen Vorgaben. Sie steigen wieder. Leider bringt die Dollarbewegung keine gegenteilige Note ins Spiel. Die Aussichten für die Heizölpreise sind alles andere als gut. Man muss schon das Glück bemühen, um Besseres verkünden zu können. So könnte die Hurrikangefahr problemlos vorübergehen und dem schwachen Abwärtstrend eine zweite Luft verschaffen. Von der Lagerfreigabe erwarten wir so gut wie nichts. Und selbst das droht durch eine Lockerung der Geldpolitik vor den Wahlen in den USA untergraben zu werden. Wer in Kürze Heizöl kaufen muss, sollte jedes Nachgeben der Preise als Bestelleinladung verstehen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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