Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


IEA-Report wirft neues Licht auf Vorratslage

Die Analystenmeldung vom Donnerstag, nach der die Heizölvorräte in Europa übermäßig stark sanken, wurde durch den jüngsten IEA-Report (International Energie Agentur) konterkariert. Er bezeichnet die OECD-Bestände als die höchsten in einem dritten Quartal seit 1991. Der Preissteigerung vom Donnerstag folgte am Freitag ein Preisfall. Zweifel an den OPEC-Kürzungsfähigkeiten bestehen fort. Zum Wochenbeginn ist der bärische Einfluss stärker als der bullische. Der Dollar setzt seine Talfahrt als Folge der geplanten Devisenumsichtungen Chinas fort. Die Dollar Bestände sollen abgebaut werden.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Destillatbestände in Europa gesunken
Produktionsprobleme in Norwegen
Bestandsrückgang in den USA
Saudi Arabien und VAE werden Lieferungen kürzen
Rebellen erhöhen Druck auf Nigerias Ölindustrie
Zweifel an US-Konjunkturabkühlung
Chinas Ölimporte wachsen um 15%

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OECD-Bestände auf Rekordniveau
Markt ist überversorgt
Zweifel an OPEC-Kürzungen
US-Konjunktur scheint sich abzukühlen
OPEC und IEA senken Nachfrageprognose
Militäraktion gegen den Iran politisch unmöglich
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe

Unsere Heizölpreise geben wieder nach. Internationale Öl- und Devisenmärkte bestimmen die Richtung. Die Richtungstreue der Kursbewegung ist derzeit gering. Daher ist ein Pendeln um das aktuelle Niveau der wahrscheinlichste aller Trends. Die Nachfrage im Inland ist lebhaft aber unproblematisch. Die Lieferzeiten sind in den meisten Regionen nahe den üblichen Zeitspannen. Für günstige Lieferungen liegen sie bei zwei bis drei Wochen. Wer die Ware schneller braucht, weil der Tank leer ist, muss mit Mehrkosten rechnen. Die Lieferzeiten müssen jetzt auch wegen der MwSt.-Erhöhung berücksichtigt werden. Die Erhöhung wird im Dezember eingepreist, weil Bestellungen erst im Januar zur Auslieferung kommen.

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