Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Ihr Auftritt Mr. Powell

Voller Spannung wartet der Ölmarkt auf die Präsentation des Materials, mit dem Colin Powell heute die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak beweisen will. Außerdem werden die neuesten Daten über die Entwicklung der US-Vorräte veröffentlicht. Über deren Inhalt gibt es sehr unterschiedliche Spekulationen. Der Markt wird den Themen vermutlich einen nervösen Preistanz widmen.

Wie groß die Nervosität ist, zeigte sich bereits gestern, als die anfangs fallenden Preise die Bewegungsrichtung wechselten und mit kräftigen Tagesgewinnen schlossen. Ausgelöst wurde der Sinneswandel durch die Meinung, dass die Versorgungslage bei den Produkten kritisch sei. Damit stellen sich die Händler gegen die Freude über eine ausreichende Versorgung mit Rohöl. Zur Angebotslage wird man in nächster Zeit nur ungenügende Klarheit bekommen. Die Aussagen hierüber werden zwischen mangelhaft und befriedigend liegen. Entsprechende Reaktionen der Preise werden die Folge sein.

Kaum jemand erwartet derzeit, dass die Powellschen Fakten dazu dienen, der Welt eine einheitliche Stimme zum Irakthema zu verleihen. Daher gibt es auch keinen Grund anzunehmen, dass sich direkt nach dem Auftritt des US-Außenministers eine grundsätzliche Wende in der aktuellen Preisbildung abzeichnet.

Charttechnisch läuft der Ölmarkt allerdings auf einen Punkt der Entscheidung zu, der nicht mehr fern sein sollte. Die vorherrschende Seitwärtsbewegung könnte dann nach oben durchbrochen werden.

Heute Morgen befindet sich der Gasölpreis mal wieder im Auftrieb. Er holt mit der Steigerung auf 285,50$ pro Tonne einen Teil der New Yorker Gewinne von gestern Abend nach. Mit dem Wert wird zum x-ten Mal in Folge ein neues Zweijahreshoch markiert.

Unsere Heizölpreise können die Veränderung relativ locker nehmen. Da der Dollar seinen Sinkflug fortsetzt, werden die Preissteigerungen sehr zurückhaltend auf unser Heizöl übertragen. Verbrauchern, die sich in nächster Zeit mit dem Brennstoff eindecken müssen, möchten wir in der aktuellen Lage zum Kauf raten. Die Gefahr eines plötzlichen Preisanstiegs insbesondere wegen abermals erhöhter Kriegswahrscheinlichkeit wächst wieder.

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