Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Im Casino ist ein neuer Tisch eröffnet

Charttechnisch ist die Gegenreaktion der Ölpreise auf den Verfall der letzten Wochen noch nicht abgeschlossen. Auch fundamental finden Analysten noch ein paar freundliche Worte für etwas Preisanstieg. Der übergeordnete Trend schnürt die Bewegungsfreiheit allerdings ein. Er ist streng bärisch und das mit starken Gründen. Von großer Bedeutung ist das nicht. Die Musik im Spekulationscasino wird an einem anderen Tisch gegeben. Die Akteure haben sich auf das Dollarspiel gestürzt. Dort wurden die Gepflogenheiten der letzten Monate abgelegt. Es wird wild geschachert. Während gute Wirtschaftszahlen bisher die Aktien- und Ölmärkte beflügelten und den Dollar als langweiligen Hafen der Sicherheit fallen ließen, sind Konjunkturindikatoren nun allenfalls beiläufig. Informationen zu Währungsparitäten werden dagegen sehr heiß gegessen und verdaut. Sie sind zum schärfsten Stimulus der Finanzszene aufgestiegen. Im Zentrum des Spiels steht das eher kleine Griechenland mit einer als haltlos gebrandmarkten Staatsverschuldung. Es belaste, so die wilden Phantasien der Zocker, ganz Europa. Hallo Leute, die Verschuldung ist halb so hoch wie in Japan. Und auch Italien läuft den Griechenland deutlich voraus. Aber was soll’s? Der Dollar soll auf Biegen und Brechen hochgetrieben werden.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen höheren Ölpreis
US-Bestandsdaten
Kältere Temperaturen in den USA
Atomstreit mit dem Iran
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung
Heizölschwemme
Öllager randvoll
Schwache Nachfrage weltweit
Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis

Unsere Heizölpreise stiegen auch gestern weiter auf. Der Dollar treibt kräftig. Er legte um 1,5 Prozent zu. Für eine Währung ist das ein ungewöhnlich hoher Wert. Der Trend ist stark. Ein Abriss ist derzeit wenig wahrscheinlich. Öl am Weltmarkt wird in Kürze vermutlich wieder billiger werden. Der Dollar wird die Preissenkungen im Binnenmarkt aber zur Marginalie degradieren. Mit einem derartig starken Währungseinfluss haben wir nicht gerechnet. Unsere Prognose tieferer Heizölpreise wird dadurch in Frage gestellt. Mehr als seitwärts ist derzeit nicht zu erwarten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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