Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Im Kern einfach

Die Iranaffäre ist auf Eis gelegt. Das heißt nicht, dass größerer Ärger ein für allemal ausgeschlossen ist. Das heißt nur, dass aktuell kein besonderer Preisauftrieb aus der Angelegenheit zu erwarten ist. Preisauftrieb kann wie üblich aus Angebots- und Nachfragedisparitäten sowie aus nicht im Wirtschaftskreislauf verwendetem, also überschüssigem Geld kommen. Letztes kann man auch falsch verteiltes Geld nennen. Der Ausblick für das Verhältnis aus Angebot und Nachfrage ist außerordentlich diffus. Das derzeit gute Angebot, das der OPEC und im Besonderen Saudi Arabien zu verdanken ist, ist auf Kante genäht. Reservekapazitäten sind knapp bemessen. Kleine Störungen in einem Lieferland können große preisliche Wirkung zeigen. Für die Zukunft gibt es allerlei Ideen über neue Ölquellen, die die verebbenden alten Quellen ersetzen sollen. Da ist von Bohrungen in 7.000 Meter Meerestiefe und anderen technischen Kunststücken die Rede. Zweifel zur Beherrschbarkeit von Technik und Kosten sind angebracht. Der Blick in die Zukunft gipfelt in Spekulationen über die Umkehrung des USA-Status vom Ölimporteur zum Ölexporteur. Fiktion und Vision sind hier nicht mehr unterscheidbar. Die Nachfrageentwicklung lässt sich einfacher einschätzen. Der Verbrauch wird steigen, solange die Wirtschaft nicht zusammenbricht. Dafür sorgen die nachrückenden Industrienationen. Ihre Bevölkerungen sind in Summe dreimal so groß wie die der alten Industrieländer. Die Nachrücker sind angetrieben vom Willen, den Konsumstandard der Alten zu erreichen. Mehr muss man nicht wissen, um die Nachfrageseite einschätzen zu können. Für die aktuelle Ölpreisentwicklung bedeutet das bestenfalls „im Mittel seitwärts“.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Knappe Reservekapazitäten der Förderung
Freundliche Konjunkturdaten aus den USA
Ausfälle von Lieferungen aus Nordsee, Südsudan, Jemen, Kanada, Iran, Brasilien
Asiatische Ölnachfrage wächst
Ölembargo gegen den Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: OPEC liefert mehr Öl
Angst vor zu hohen Ölpreisen
Freigabe strategischer Reserven möglich
Diplomatie zum iranischen Atomprogramm lebt noch
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Der schwache Auftrieb resultiert aus einem Dollaranstieg. Fundamental ist der Ölmarkt derzeit recht ruhig. Charttechnisch deuten sowohl für die Öl- als auch für die Dollarnotierungen Seitwärtsphasen an. So dürfte es in den nächsten Tagen und Wochen auch für die Heizölpreise kommen. Die Ausschläge können dabei bemerkbar sein, so dass bessere und schlechtere Kaufmomente identifizierbar sein werden. Vor diesem Hintergrund ist der Heizölpreis momentan eher ein besserer. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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