Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Im Zirkus ist wieder Betrieb

Das lange Wochenende an den Ölbörsen ist vorbei. Finanzjongleure kehren erholt in den Zirkus zurück. Ihren Tatendrang unterstreichen sie mit einer flotten Steigübung der Ölnotierungen. Die Nummer basiert auf schlechten Konjunkturdaten aus den USA und einer gebrochenen Pipeline zum US-Zentrallager in Cushing, Oklahoma. Der Trick mit den Konjunkturdaten, bei denen das Auditorium eigentlich fallende Ölpreise erwartet, läuft über den Dollar. Der fällt und treibt die Ölpreise mit Hilfe des reziproken Börsengesetzes (Ölpreis läuft entgegengesetzt zum Dollarkurs) in die Höhe. Die Pipelinenummer funktioniert mit Verschleierungskunst. Das Lager in Cushing steht seit geraumer Zeit kurz vorm Überlaufen. Jede Unterbrechung des Zuflusses ist willkommen. Tendenziell steht Cushing für nachgebende Ölnotierungen. Die Kunst besteht darin, die Aufmerksamkeit der Akteure auf andere Ereignisse zu lenken und den natürlichen Preisreflex zu nutzen. Der lautet, wenn kein Öl fließt, muss es teurer werden. Was zur Ablenkung führte, wissen wir nicht. Wir erwarten in den kommenden Tagen weitere Tricks, die Öl verteuern.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Finanzmagier sehen höhere Ölpreise
Pipeline nach Cushing defekt
US-Fahrsaison hat begonnen
Dollar sinkt
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
OPEC wird Liefermengen nicht steigern

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudis wollen Ölpreis zwischen 70 und 80 Dollar
US-Konjunktur läuft nicht rund
USA brauchen weniger Benzin
Reduzierte Wachstumsprognosen
Markt ausreichend mit Öl versorgt
Insgesamt hohe US-Bestände
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise steigen. Sie werden von den Ölbörsen getragen. Die Belastung durch den fallenden Dollar hindert sie immerhin am Abheben. Die Finanzszene ist zu weiteren bullischen Kunststücken aufgelegt. Bis ihr die Energie ausgeht, dürfte sie einige Preishürden überwunden haben. Nach einem Zusammenbruch des filigranen Finanzturms sieht es derzeit nicht aus. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen