Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Im Zweifel für die Bullen

Chinas Ölnachfrage steigt exorbitant. Diese Feststellung trieb den Aufwärtstrend der Preise gestern voran. Die Zahlen stehen allerdings im Widerspruch zur Markteinschätzung der IEA (Internationale Energie Agentur). Die sieht für das laufende Jahr eine vergleichsweise moderate Steigerung von 1,5 Prozent weltweit voraus. Dass China in den letzten beiden Monaten sehr hohe Steigerungsraten zum Vorjahr aufwies, ist nicht signifikant für das gesamte Nachfragewachstum. Im Vergleich zum Vorjahr war der Winter extrem kalt und hart. Das führte zu überhöhten Verbrauchsspitzen. Eine ausgewogene Analyse der Daten ist derzeit nicht gefragt. Am Markt überwiegt die bullische Euphorie. Sie bevorzugt tendenziöse Nachrichten. Der Dollar hielt sich gestern nach freundlichen Konjunkturdaten für die USA in einem kurzfristigen Seitwärtstrend.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionsausfall in Nigeria
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Öl zieht fliehende Dollarspekulanten an
Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Weltweiter Verbrauch sinkt im zweiten Quartal
IEA reduziert Nachfragewachstum um 35 %
Hohe OECD-Vorräte
US-Konjunktur steckt in einer Rezession
US-Regierung will Ölkonsum senken
Größter Ölfund seit 30 Jahren

Unsere Heizölpreise steigen weiter. Angesichts der Vorgaben vom internationalen Markt ist das unvermeidlich. Positive Nachrichten zur Versorgung, die es durchaus gibt, werden ignoriert. Und selbst der Dollar bringt in diesen Tagen keine Entlastung. Der Preisanstieg wird sich fortsetzen. Zwischenzeitliche Preiseinbrüche werden gering ausfallen. Es gibt nur eine Lösung gegen steigende Kosten. Der Verbrauch muss gesenkt werden. www.esytrol.com

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