Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Im zweiten Anlauf – Heizölpreise steigen

Nachdem die Bullen an den internationalen Börsen am Dienstag bereits den Durchbruch nach oben versucht hatten, aber dann doch am Abend wieder eingefangen wurden, haben sie es gestern geschafft. Die Ölnotierungen stiegen. Trotz geringer oder schlechter Konjunkturdaten folgten die Ölpreise den Aktienmärkten, allen voran dem Dow Jones, der gestern die 10.000 Punkte-Marke überschritten hat. Dabei sind hier die Bankenaktien an erster Stelle zu nennen. Die europäischen Belastungstests haben den Bankensektor gestützt. Die Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgt zwar erst am 23.07.2010. Es wurden aber schon Teile bekannt, die erkennen ließen, dass es den Tests zur Folge den Banken gelingen würde, im Falle eines Konjunkturzusammenbruchs zu überleben. Es passt somit eigentlich nicht ins Bild, welche Zinsentscheidung die EZB heute bekannt geben wird. Trotz des immer geringeren Schutzes, den die Banken benötigen, wird es keine Abkehr von der Niedrigzinspolitik geben. Das bedeutet für die Banken, dass sie weiterhin Unmengen von Geld besorgen können, um damit zu wetten. Die zweite Veröffentlichung des heutigen Tages betrifft die US-Lagerdaten. In den Erwartungen nur wenig verändert, hatte das API (American Petroleum Institute) größere Abgänge gemeldet. Abschließend werden die Daten aber erst mit der Veröffentlichung durch das DOE (Department of Energy) bewertet. Diese Meldungen erfolgen heute am späten Nachmittag. Sollten sich die Daten des API bestätigen, werden sie als preistreibend bewertet. Der Euro profitiert von der Schwäche des Dollar. Der kommt nun selber unter der Last der Defizite in den USA unter Druck. Das federt unsere Heizölpreise im Anstieg etwas ab.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Hurrikanphantasien für die USA
Weltweite Nachfrage steigt moderat
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Spekulation auf harte Hurrikansaison

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Schwache Konjunkturdaten aus den USA
Hohe US-Lagerbestände
Nachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl
Sorge um Stabilität des Finanzsystems

Unsere Heizölpreise zogen gestern an. Sie können sich dem Sog des Weltmarktes nicht entziehen. Heute Morgen geht es auf erhöhtem Niveau weiter. Es wird wahrscheinlich bis zur Veröffentlichung der US-Lagerdaten heute Nachmittag ruhig bleiben, aber die Abkehr von den letzten kurzfristigen Abwärtstrends scheint beschlossene Sache zu sein. Trotz Überversorgung und eher schlechter Daten aus der Wirtschaft steigen die Öl-Börsen. Die Heizölpreise müssen folgen. Die Ölmärkte befinden sich im Griff der Aktienmärkte. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: HeikoHarlapp@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen