Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Investmentbank pusht Preis

Die Investmentbank Goldman Sachs stilisiert die aktuelle Lage zu einer Ölkrise vom Kaliber der Anfang 1970er Jahre herauf. Sie erwartet Rohölpreise bis über 100$ pro Barrel. Das Szenario ist in seinem Ausmaß äußerst anzweifelbar. Goldman analysiert möglicherweise zu eigenen Gunsten. Die Bank ist stark im Papiergeschäft mit Öl engagiert. Das vermutlich gewollte Ziel wurde erreicht. Die Preise stiegen nach Veröffentlichung des Reports rasant an.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Goldman-Sachs-Report (starker Einfluss)
Förderung nahe am Limit
Raffineriekapazitäten knapp
Weltweites Nachfragewachstum höher als erwartet
Terrorgefahren im Irak und in Saudi Arabien
Streikandrohung in Nigeria
Geopolische Lage, allgemeine Unsicherheit
Lieferfähigkeit der Nicht-OPEC-Länder geringer als erwartet

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Befriedigende Versorgungslage für Rohöl
Befriedigende US-Rohöl-Vorräte
Befriedigende Vorräte der OECD-Länder

Unsere Heizölpreise steigen. Sie werden von einer neuen Auftriebswelle am Weltmarkt mitgezogen. Realistischer Preisanstieg oder Übertreibung? Charttechnisch ist derzeit keine Überhitzung zu erkennen. Und fundamental gibt die Entwicklung in den Produktenlagern Heizöl und Benzin nicht gerade Anlass zur Sorglosigkeit. Preise rauf ist allemal wahrscheinlicher als Preise runter. Das gilt nicht nur kurzfristig sondern auch langfristig.

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