Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Irak lenkt ein?

Der Weg der USA über die UNO zum Krieg gegen Saddam Hussein scheint Wirkung zu zeigen. Weil er von der Weltöffentlichkeit als richtig angesehen wird, brechen dem Irak nun die Freunde weg. Das macht die Lage für Saddam offensichtlich so schwierig, dass er schließlich den Waffensuchern der UNO Zutritt in seine Gefilde ermöglichen will.

Nachdem diese Meldung heute Nacht verbreitet wurde, sausten die Preise schockartig abwärts. Nun bleibt allerdings abzuwarten, welchen Trick der Diktator dieses Mal in das politische Vorgehen einbauen wird. D.h., wir gehen nicht davon aus, dass es sich um eine nachhaltige Änderung seiner Politik und damit um einen nachhaltigen Richtungswechsel in der Ölpreisentwicklung handelt.

Vor diesem überraschenden Hintergrund bleiben die anderen Themen der Ölmärkte blass. Allen voran wäre da die näherrückende Sitzung der OPEC zu nennen. Es sollen Beschlüsse über die zukünftigen Ausstoßquoten getroffen werden. Alles sieht danach aus, als wird es zu keiner Änderung kommen. Allerdings bleibt offen, wie das Kartell die notorische Untreue ihrer Mitglieder gegenüber der Quotierung abstellen will. Im August wurden die selbst gesetzten Grenzen nach Schätzung von Experten wiederum mit steigender Tendenz überschritten.

Heute Morgen reagiert der Gasölpreis auf die nächtliche Kunde mit einem Fall. Die Tonne kostet 233,75$. Das ist deutlich weniger als gestern.

Unser Heizölpreis tastet sich vorsichtig abwärts. Die Zweifel an der Beständigkeit der neuen Entwicklung um den Irak verhindern eine schnelle Bewegung in tiefere Gefilde. Die heimischen Preise verhalten sich in ihren Bewegungen fast immer deutlich träger als die Weltmarktpreise. Sie schleifen den teilweise kräftigen Zuckungen die Spitzen ab.

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