Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Irak verliert Einfluss

Die Märkte reagieren zunehmend gelassen auf die Vorgänge im Irak. Terroranschläge finden keinen Ausdruck mehr in den Preisbewegungen. Ob der Aufbau der Ölindustrie planmäßig verläuft oder nicht, wird zunehmend uninteressant. Denn inzwischen ist klar, dass sich die Ölwelt mit und ohne irakisches Öl organisieren kann. Kurz- und Mittelfristig gilt, dass die Weltwirtschaft nicht irakisches Öl braucht, sondern die irakische Wirtschaft die Welt braucht.

Derweil kommen aus dem Land wieder positive Meldungen. Drei am 12. Juni durch einen Bombenanschlag zerstörte Pipelines konnten schneller repariert werden als ursprünglich erwartet. Sie werden spätestens zum Wochenende wieder in Betrieb gehen. Damit stehen ihre vollen Transportmöglichkeiten zu zwei Raffinerien und zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan wieder zur Verfügung. An dem bedauernswerten Gesamtzustand der irakischen Ölindustrie ändert das allerdings nichts.

In den Preischart hat sich mittlerweile ein Bild entwickelt, dass das Ende des Anfang Mai begonnenen Aufwärtstrends signalisiert. Aktuell fallen die Preise. Ob dieser Verlauf nun lediglich eine Gegenbewegung zu einem langfristigen Aufwärtstrend darstellt oder ob es der Beginn eines Abwärtstrends ist, muss abgewartet werden. Die psychologische Grundlage für einen Abwärtstrend scheint sich momentan zumindest einzustellen. Die Stimmung an den Märkten verliert ihre Angstkomponente.

Für europäische Verbraucher bedeutet das allerdings nicht, dass sich Ölprodukte verbilligen werden. Denn mit der Rückkehr des Grundvertrauens wird der Dollarkurs steigen. Damit würden Kursrückgänge beim Öl kompensiert, so dass hierzulande nur ein Seitwärtsverlauf der Preise zu erwarten ist.

Heute Morgen herrscht wie bereits gestern annähernd Bewegungslosigkeit in der Preisentwicklung beim Gasöl. Die Tonne kostet zur Stunden 224,50$. Das liegt in der engen Handelsspanne des Vortags.

Unsere Heizölpreise stehen zum Tagesbeginn still. Wir erwarten keine bemerkenswerten Ausschläge vor dem Wochenende. Preisbewegenden Spannungen haben die Märkte momentan nicht zu verarbeiten. Das Preisniveau für Heizöl halten wir für uneingeschränkt kaufenswert.

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