Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Iran zieht Atomprogramm durch

Gestern zogen die Preise deutlich an. Das Festhalten Teherans am Atomstreit schafft einen Zwang zu Sanktionen. Börsianer befürchten, dass dieser die Einstellung der Öllieferungen zur Folge haben könnte. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings begrenzt, weil der Iran in hoher Abhängigkeit von den Öleinnahmen steht. Preistreibend wirkte ein Pipelineproblem in den USA, durch das ein Versorgungsstrom von 0,24 Mio. Barrel pro Tag gefährdet ist. Dieser Umstand rückte zudem die Ausfallsituation der Raffinerien des Landes in den Fokus. Entspannung kam von der Wetterseite. Der Frühling stehe praktisch vor der Tür. Der Dollar dümpelt weiterhin seitwärts. Wirtschaftsentwicklung und Inflationsgefahren sind in den USA ganz passabel.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Atomstreit mit dem Iran
Raffinerieprobleme in den USA
Nigeria meldet force majeure
OPEC setzt Kürzungen um
Instabile Lage in Nigeria und im Irak
IEA hebt Nachfrageprognose leicht an
Robuste US-Wirtschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Temperaturen sollen wieder steigen
Saudi Arabien will Kapazität bis 2009 deutlich steigern
OPEC produziert über eigenem Grenzwert
IEA prognostiziert tieferen Preis
Markt gut versorgt

Unsere Heizölpreise steigen. Die schwache Abwärtsbewegung war gestern nicht mehr haltbar. Der Preisauftrieb vom Weltmarkt war zu stark. Die Binnennachfrage bleibt extrem gering. Die Möglichkeit, über Margenreduktion einer Preissteigerung entgegen zu wirken, ist nicht mehr gegeben, weil der Handel bereits alles abgegeben hat. Die Kaufbedingungen sind weniger attraktiv als Mitte Januar. Heizöl ist aber noch deutlich billiger als vor einem Jahr.

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