Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Iran-Konflikt bestimmt den Heizölpreis

Gestern Abend stieg der Ölpreis an der New Yorker Ölbörse erneut und scheinbar unaufhaltsam. Grund war wieder einmal der Iran-Konflikt. Die neuesten Gerüchte gingen gestern Mittag ein. Die Briten hätten das Konsulat des Irans in Basra/Irak mit Militär umstellt. Erst später dementierte eine Sprecherin des britischen Militärs und erklärte, dass auf eine englische Patrouille geschossen worden sei, woraufhin verstärkt patrouilliert wurde. Auf den politischen Druck, den die Briten produzieren, hat der Iran inzwischen mit der Weigerung einer Freilassung der einzigen weiblichen britischen Gefangenen reagiert. Die Freilassung war eigentlich schon unter Dach und Fach gewesen. Der UN-Sicherheitsrat hat eine durch Russland abgemilderte Aufforderung zur Freilassung der britischen Soldaten an den Iran gerichtet. Reaktionen hierauf sind noch nicht bekannt. Insgesamt wird das Potenzial für weitere Eskalationen am Markt als hoch angesehen. Die Preissteigerungen folgen damit auf dem Fuße.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Nervosität wegen des Iran-Konflikts
Raffinerieprobleme und Benzinknappheit in den USA
Starker Rückgang der Vorräte
Sanktionen gegen den Iran
Nachfrage steigt langfristig

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur verliert Stärke
OPEC hält Förderquoten
Nachfrage geht jahreszeitbedingt zurück
Saudi Arabien will Kapazität bis 2009 deutlich steigern

Unsere Heizölpreise ziehen weiter an. Am Weltmarkt stiegen die Preise ebenfalls weiter. Der Sog vom internationalen Geschehen ist zu groß, als dass sich die deutschen Heizölpreise davon unbeeindruckt zeigen lassen könnten. Die Gefahr eines Frühjahrsanstiegs wie in den Vorjahren ist zusätzlich gegeben. Dies unterstützt die Preise, fällt bei den jetzigen Entwicklungen aber nicht ins Gewicht.

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