Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Iran-Rhetorik stützt Trend

Im Hintergrund spielt die Musik unablässig weiter, während im Vordergrund die Puppen tanzen. Die Meldungen aus dem Iran und Nigeria geben den Marktteilnehmern immer wieder Anlass kurzfristig in den Ölmarkt ein- oder auszusteigen. So entstehen kurzfristige Ausschläge nach unten wie nach oben. Auch die erneuten Äußerungen aus dem Iran, die auf eine Bedrohung Israels und der US-Stützpunkte in der Golfregion abzielten, gehören zu diesen Meldungen. An der Entwicklung, dass die Energiekosten weiter steigen, weil Energie weltweit immer mehr gebraucht wird, ändert das nichts. Dies ist der Grund für die weiteren Preissteigerungen auch im Ölmarkt. Es bleibt das Problem bestehen, dass die Weltwirtschaft immer mehr Öl und Energie braucht, aber es nicht immer mehr und mehr Öl zu fördern gibt. Dieser Umstand wird zwar von einer verschwindenden Minderheit bestritten, aber selbst wenn es unendlich viel Öl gäbe, könnten wir es nicht mehr in gewohnter Weise verbrauchen. Der bisherige Verbrauch wird bereits zu einer Klimaveränderung führen, die uns noch größere Probleme als den hohen Ölpreis bescheren wird. Die Welt macht sich auf, Autos und Kraftwerke zu kaufen und sie zu gebrauchen. Die Welt würde wohl an ihren Abgasen ersticken, hätten wir wirklich unendlich viel Öl. Auch der Dollar tanzt zur Musik und erholt sich heute von seinen letzten Kursverlusten.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Israel droht dem Iran wegen des Atomprogramms
Iran droht mit Schließung der Straße von Hormus
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
Libyen droht mit Mengenkürzung
OPEC lehnt Produktionserhöhung ab
Hurrikansaison in den USA
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: EU-Angebot an den Iran zur Beilegung des Atomkonflikts
EIA und IEA senken Nachfrageprognosen
Rückgang der OECD-Nachfrage
China setzt Inlandspreise für Ölprodukte herauf
Saudi Arabien bietet mehr Öl an
US-Regierung will Ölkonsum senken
Aufsichtsbehörden um Dämpfung der Spekulation bemüht

Unsere Heizölpreise ziehen wieder an. Immer noch ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Preise weiter steigen, als dass sie fallen. Zurzeit gilt, wer früher kauft, kauft billiger. Den Verbrauch zu senken, ist der einzige Weg, den man selbst beschreiten kann. Wer sich auf diesen Weg begeben will, sollte mit der Verbrauchsanalyse des eigenen Hauses beginnen.

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