Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Iranpolitik beflügelt Ölhandel

Nach Bekanntgabe des US-Angebots, direkte Gespräche mit dem Iran über den Atomkonflikt zu führen, deuteten die Preise eine Talfahrt an. Die wurde aber bereits im Keim erstickt, weil der Iran Desinteresse signalisierte. Die Märkte bleiben nach kurzem Aufruhr in unveränderter Lage. Die Seitwärtstendenz setzt sich fort. Das gilt sowohl für Öl als auch für das Dollar-Euro-Verhältnis. Heute steht die OPEC-Entscheidung über die Ausstoßquoten und die Veröffentlichung der wöchentlichen US-Bestandsdaten auf dem Programm. Von beiden Tops werden positive Aussagen erwartet.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Angst vor Hurrikansaison in den USA
Raffineriekapazitäten knapp
Atomstreit mit dem Iran
Chinas Nachfrage soll 10% gegen Vorjahr wachsen
Venezuela fordert Ausstoßkürzungen der OPEC
Rebellen lähmen Nigerias Ölexporte
Nachfragewachstum stetig

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC will Ausstoß beibehalten
Gute Rohölversorgung
Gute US-Vorratslage
US-Nachfrage wächst unterdurchschnittlich
Bush suspendiert Aufbau der strategischen Reserven
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe
Drosselung der iranischen Öllieferungen soll es nicht geben

Unsere Heizölpreise gaben gestern etwas nach. Insgesamt bleibt die Seitwärtstendenz erhalten. Die Schwingungsbreite dürfte sich wieder erhöhen. Das Preisband war in den letzten Tagen extrem eng geworden. Wenn der erste schwere Hurrikan der Saison im Golf von Mexiko wütet, wird Heizöl wahrscheinlich wieder spürbar teurer werden. Offiziell beginnt die Hurrikansaison heute.

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