Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Iransanktion treibt Ölpreise

Hoffnungen auf einen erneuten Rückgang der Ölpreise sollten begraben werden. Aktuell wirkt die Iran-Atom-Problematik wieder bullisch. Dabei wird den Sanktionen mehr Gewicht zugeschrieben als einer möglichen militärischen Auseinandersetzung. Die Sanktionen treffen den Iran und sie treffen Verbraucher hauptsächlich in Europa, weil das iranische Öl hier ganz besonders fehlt. Das Ende der überversorgten Marktlage ist damit eingeläutet. Zwar funktioniert die Wirtschaft weiterhin unbefriedigend. Dieser Umstand schlägt sich aber weniger in einer reduzierten Ölnachfrage als in weiteren Hilfen für die Finanzszene nieder. Man erwartet einen neuen Schub expansiver Geldpolitik. Sie provoziert Inflation. Die zeigt sich zuerst im Ölpreis.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Irans Öllieferungen werden boykottiert
OPEC-Produktion sinkt
Stützungsaktionen von Notenbanken
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: OPEC produziert noch über Quote
Hohe Ölbestände weltweit (noch)
China importiert Öl aus dem Iran
Schuldenkrise in den alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise bewegen sich aktuell seitwärts. Grundlage hierfür sind die annähernd seitwärtsgerichteten Gasölnotierungen in Euro und die voranschreitende Entspannung im Binnenmarkt. Preisüberhöhungen aufgrund von Versorgungsengpässen sind weitgehend abgebaut, weil die Nachfrage eingebrochen ist. Gut erkennbar ist das im Preisvergleich der Regionen. Die weit davongezogenen Münchener Preise (obere blaue Kurve) nähern sich dem Rest der Republik wieder an. Das geschieht auf erhöhtem Niveau. Die Ursache dafür ist im Chart der Gasölnotierungen ebenfalls gut zu erkennen. Seit dem 21. Juni legten die in Euro berechneten Gasölpreise um elf Prozent zu. Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass die Ölpreise in Europa in den kommenden Wochen noch einmal sinken werden. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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