Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Irregulär

Die Wirbelstürme sorgten für einen Abriss in der Ölversorgung. Wie erwartet, spiegelt der sich in den jüngsten Bestandsmeldungen wider. Als Wert betrachtet sind diese Meldungen eine Katastrophe. Es bleibt abzuwarten, wie sie sich in der nächsten Woche darstellen, wenn sie einigermaßen sturmbereinigt sind.

Und sturmbereinigt sollten sie sein. Denn inzwischen hat auch Lili ihre Kraft als Hurrican verloren. Sie geistert nur noch als ?normaler? Sturm in Süden der USA herum. Die Ölversorgung sollte also wieder in Fahrt kommen und die Preisbewegung sollte den treibenden Einfluss der Stürme abgeschüttelt haben.

Zunächst aber zu den aktuellen Vorratsdaten des API:

Der Rohölbestand wurde zur vergangenen Woche um sensationelle 13,9 Mio. Barrel abgebaut. Er hat nun ein Loch zum Vorjahresbestand von 10,3%.

Heizöl und Diesel verlieren 0,2 Mio. Barrel zur Vorwoche und stehen bei einem Plus von 6,8% zum Vorjahr.

Benzin steigt um 0,5 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht damit bei einem Plus von 2,8% zum Vorjahr.

Auf Grund des hohen Abbaus bei Rohöl könnte es trotz der Tatsache, dass dieser Wert kein reales Maß für die Versorgung ist, zu neuem Schub für die Preise kommen. Dieser würde sich gegebenenfalls nach Veröffentlichung der DOE-Daten heute Nachmittag bemerkbar machen.

Neben der bemerkenswerten Veränderung in den Beständen ist weiterhin das Thema Bush/Irak auf der Tagesordnung. Der Irak konnte mit seiner derzeitigen Offenheit für die Waffenkontrollen für Entspannung sorgen. Bush kämpft weiter mit unverminderter Energie für seinen Krieg. Aber seine Widersacher werden immer lauter. Dennoch geht derzeit kaum jemand davon aus, dass es nicht zu einem Waffengang kommen wird. Daher bleibt das aktuelle Preisniveau weiter erhalten.

Heute Morgen tut sich wenig beim Gasölpreis. Er macht ungefähr dort weiter, wo er gestern schloss und zwar knapp unter den Tageshöchstpreisen. Die Tonne kostet in Rotterdam 251,25 $. Die Bestandsdaten wurden bereits gestern Nachmittag spekulativ eingepreist.

Unser Heizölpreis rührt sich heute Morgen ebenfalls kaum von der Stelle. Auch er hatte gestern Nachmittag einen Schub bekommen. Nun bleibt abzuwarten, wie er heute Nachmittag auf die Vorgaben aus New York reagieren wird. Zwar sehen wir kurzfristig durchaus etwas Luft nach oben. Auf Grund der momentanen Beruhigung in Sachen Irak glauben wir aber insgesamt eher an eine seitwärts gerichtete Bewegung um das aktuelle Niveau.

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