Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Isabel macht Angst

Sowohl die Ölpreise als auch der Dollar befinden sich im Abwärtstrend. Beim Öl wurde er durch entspannende Erkenntnisse zur US-Energieversorgung für den kommenden Winter ausgelöst. Beim Dollar schlägt sich die Enttäuschung über die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt nieder. Europäische Verbraucher können recht gelassen in die nahe Zukunft schauen.

Unterstützung bekommt der fallende Ölpreis durch eine Meldung aus dem Irak. In der vergangenen Woche soll der Ölexport auf 1,29 Mio. Barrel pro Tag angestiegen sein. Das ist die höchste Zahl seit dem letzten Irakkrieg.

Gestern konnten sich bärische Nachrichten allerdings nicht durchsetzen. Sie wurden durch erneut aufgetretene Verknappungen am US-Benzinmarkt und durch die Sorge über den nahenden Hurrikan Isabel in Schach gehalten.

Isabel wird nicht wie ursprünglich befürchtet die südlichen Ölanlagen der USA erreichen. Die Ölförderung im Golf von Mexiko bleibt unberührt. Er wird aber nach den Berechnungen der Wetterämter früher als erwartet auf die Ostküste des Landes schlagen. Momentan tobt der Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von 205 km/h auf die Küste von North Carolina zu. Die Gefahr ist groß, dass er über Millionen von Menschen in einer der dichtbesiedeltsten Zonen der USA hereinbricht. Derzeit laufen umfangreiche Vorsorgemaßnahmen, um sich vor den gewaltigen Kräften des Sturms zu schützen.

Die Energiewirtschaft könnte durch den Sturm stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Entlang seiner möglichen Route liegen mehrere Atomkraftwerke und 10 Raffinerien. Ihnen drohen Abschaltungen und im Fall der Raffinerien auch Zerstörungen. Diese Aussicht lässt den Ölpreisen in diesen Tagen keinen Spielraum, ihren Abwärtsdrang auszuleben.

Heute Morgen zeigt sich der Gasölpreis nahezu unverändert zu gestern Früh. Die Tonne kostet 224,25$.

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Sie stehen einerseits unter dem Einfluss tendenziell nachgebender Preise am Weltmarkt und des Dollars. Andererseits wirkt die in der vergangenen Woche kräftig anziehende Nachfrage preistreibend. Für die nächsten Tage erwarten wir wenig Veränderung. Als Folge der Hurrikansorge in den USA könnten die Preise sogar etwas steigen. Ingesamt überwiegt aber der Abwärtstrend. Unabhängig von Spekulationen über die weitere Entwicklung der Preise ist Heizöl derzeit sehr günstig. Innerhalb der letzten drei Jahre war es nur zum Jahreswechsel 2001/2002 wesentlich billiger. Daher ist ein Kauf immer empfehlenswert.

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