Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Israel treibt Preise hoch

Der Einmarsch der israelischen Armee in Hebron lässt die Welt erneut erahnen, wie explosiv das Pulverfass ist, das im Nahen Osten steht. Der Ölmarkt wird schlagartig von Ängsten vor der Ölwaffe, also dem Einfrieren von Öllieferungen, geschüttelt. Das lässt die Preise klettern.

Die Angst geht auf den wachsenden politischen Druck zurück, den Saudi Arabien auf die USA ausübt, für Ruhe im Nahen Osten zu sorgen. Präsident Bush lässt sich aber nicht in die von ihm erwartete Richtung drängen. Ruhe will Bush nur für die Lösung der Probleme haben. Angesichts dieser unbefriedigenden Haltung ist mit einer Erhöhung der Druckstufen zu rechnen. Dabei wird früher oder später das Öl zum Gegenstand der Maßnahmen werden.

In den letzten Tagen hielt allen voran die OPEC eine preisdrückende Stimmung aufrecht, indem sie ankündigte, eventuell im Juni eine Rücknahme der Lieferkürzungen zu beschließen. Nun wird vom Generalsekretär der Organisation ein Statement verkündet, in dem er seinen Zweifel an einem solchen Beschluss mitteilt. Damit wird auch ein Signal für die Nich-OPEC-Staaten zum Durchhalten der Kürzungen gegeben.

Bei der Analyse der US-Bestände gingen wir in der letzten Woche davon aus, dass angesichts der im Vergleich zum Vorjahr höheren Benzinvorräte in diesem Frühjahr kein Abfluss der Ware von Europa in die USA stattfinden wird. In den letzten zwei Jahren sorgte eine entsprechende Abwanderung von Benzin für erhebliche Preissteigerungen, die schließlich auch den Ölpreis allgemein und den Heizölpreis in Mitleidenschaft zogen. Nun wird bekannt, dass es einen Benzinabfluss in die USA bereits seit Ende März gibt. Das hat u.a. die erhöhten Benzinpreise hierzulande zur Folge und lässt abermals die Sorge um eine Wiederholung der Gesamtsituation der letzten zwei Jahre aufkommen.

Heute Morgen steht der Gasölpreis wieder etwas höher als gestern. Inzwischen knabbert er an der 210$-Marke.

Unser Heizölpreis verhielt sich in den letzten Tagen abwartend und machte die Erhöhung des Gasölpreises nicht immer mit. Nun wird er seine Zurückhaltung aber aufgeben müssen, um die Differenz zwischen beiden Produkten nicht zu groß werden zu lassen. Damit wird der Seitwärtstrend beendet und eine Rückkehr in die Aufwärtsbewegung ermöglicht.

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