Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Kälteeinbruch

Der Winter ist da. Der Ölmarkt erfährt dadurch eine Unterstützung und die Ölkontrakte notieren fester. Der Kälteeinbruch sorgt für einen Mehrverbrauch und kurbelt die Nachfrage an. Das wird zwar real nicht reichen, um die immensen Vorräte in Gefahr zu bringen, aber die Finanzbranche hofft wieder auf steigende Kurse. Beinahe zeitgleich mit dem klimatischen Kälteeinbruch besetzte der Iran im Irak am Freitag und wahrscheinlich bis zum vergangenen Samstag das Al-Fakka-Ölfeld. Dieses Feld liegt im Grenzgebiet zwischen dem Iran und dem Irak und umfasst 12 Ölquellen. Die iranische Regierung hat mittlerweile bekanntgegeben, dass sich die Soldaten auf iranischem Boden befinden, weil es ein Abkommen über die Nutzung des Ölfeldes zwischen dem Irak und dem Iran gäbe. Dies soll heißen, ja, die Soldaten sind oder waren dort, aber alles hat seine Ordnung. Um dieses Ölfeld gab es bereits früher immer wieder Konflikte. So wirkte sich auch diese Besetzung eher beflügelnd auf die Preisbildung aus. Der Dollar verhält sich unspektakulär. Möglicherweise stünde er ohne Iran/Irak-Konflikt tiefer, aber dies ist nicht eindeutig festzumachen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen höheren Ölpreis
US-Bestandsdaten
Kältere Temperaturen in den USA
Atomstreit mit dem Iran
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung
Heizölschwemme
Öllager randvoll
Schwache Nachfrage weltweit
Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis

Unsere Heizölpreise verharren in der Kältestarre. Dabei geht es nicht einmal besonders still oder besinnlich zu. Die Notierungen schwingen recht deutlich. Aber am langen Ende kommt eben nichts für den deutschen Verbraucher dabei heraus. Auch der Dollar hat sich beruhigt. Allerdings hängt es auch von der weiteren Entwicklung beim Dollar ab, wie sich die Heizölpreise in Deutschland entwickeln. Unsere Prognose tieferer Heizölpreise zum Jahresanfang hin, kann durch einen höheren Dollar zu Nichte gemacht werden. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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