Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Kürzt OPEC die Mengen?

Ölpreise und Dollar änderten sich gestern kaum. Dennoch gibt es nach den starken Verlusten der letzten Wochen anhaltendes Potential für steigende Preise. Das könnte sich heute durch Äußerungen der OPEC entfalten. Für den größten Teil unserer Verbraucher hat die Befindlichkeit des Rheins z.Z. allerdings mehr Bedeutung als ein Beschluss in Wien oder eine Nachricht in New York.

Die OPEC treibt die Sorge um, dass die Märkte im kommenden Frühjahr überversorgt sein könnten und ein dramatischer Preisverfall ansteht. Um es nicht soweit kommen zu lassen, diskutieren die Teilnehmer der heutigen Konferenz in Wien die Möglichkeit von Förderkürzungen. Jüngste Erhebungen haben ergeben, dass die allgemein knappen Lagerbestände im 4. Quartal anwachsen werden. Das ist erstaunlich und aus Sicht der OPEC bedrohlich, da die Nachfrage gleichzeitig deutlich steigt. Zu einem Kürzungsbeschluss wird es heute aber vermutlich nicht kommen. Man erwartet eine Fortschreibung der aktuellen Quotierung.

Die Vorzeichen der ebenfalls heute zur Veröffentlichung anstehenden Daten über die Bevorratungslage der USA werden im Vorfeld durchweg positiv gesehen. In den Erwartungen wird also die Meinung der OPEC bestätigt. Ob es wirklich zu einer Verteuerung beim Öl kommt, hängt stark vom Ergebnis der Lagererhebung ab.

Charttechnisch ist der Abwärtstrend der Ölpreise absolut intakt. Eine Preissteigerung wäre nach aktueller Lage der Dinge nur ein Zwischenspiel.

Die Musik bei der Bildung der heimischen Heizölpreise spielt derzeit allerdings nicht auf den Bühnen der Welt sondern in der deutschen Provinz. Die Pegelstände des Rheins stechen in diesen Tagen OPEC-Minister, korrupte Machthaber und andere Erscheinungen mit Weltniveau aus. Nun hat der Rhein zwar ein paar Regentropfen gesehen, aber seine Pegel wurden dadurch kaum aufgebessert. Die Frachtkosten liegen um 200% über dem Durchschnitt. Und selbst zu diesem Preis kommt nicht genug Menge über den Fluss in die Tanklager. Noch ist keine Änderung der Situation in Sicht.

Heute Morgen bewegt sich der Gasölpreis leicht abwärts. Allerdings hatte er gestern erneut zugelegt. Daher kostet die Tonne mit 214,25$ mehr als gestern Früh.

Unsere Heizölpreise hielten sich im Durchschnitt unverändert. Es gab allerdings Verschiebungen zwischen den Regionen. Im Norden verteuerte sich der Brennstoff leicht wegen der anziehenden Weltmarktpreise. Im Süden konnten auf Grund der gesunkenen Nachfrage einzelne Preisreduktionen verbucht werden. Verbraucher halten sich angesichts der angespannten Lage mit Winterkäufen zurück. Insgesamt sind die Preise auf einem freundlichen Niveau, das unbedingt nötige Käufe erträglich macht. Mit etwas mehr Wasser im Rhein wären allerdings deutlich bessere Preise möglich. Daher ist die aktuelle Kaufzurückhaltung angebracht.

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