Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Kürzung der OPEC beschlossen

Um den Preisverfall der letzten Wochen für Rohöl zu stoppen, kamen die Mitglieder der OPEC in ihrem 142. Treffen zusammen. Erwartet wurde eine Kürzung von 1 bis 1,5 Mio. Barrel pro Tag. Nachdem Saudi Arabien eine Kürzung von 1 Mio. Barrel in Aussicht stellte, wurde es schließlich 1,2 Mio. Barrel. Das wird die Märkte nicht großartig beeindrucken, so melden Analysten, da eine Kürzung um 1 Mio. Barrel bereits eingepreist sei. Im Dezember gibt es dann das nächste Treffen, auf dem eine weitere Kürzung von 0,5 Mio. Barrel im Raume steht. Es bleibt abzuwarten, ob eine reale Reduzierung erfolgt. Für den europäischen Markt von Bedeutung ist die Ankündigung Russlands, es werde die Ausfuhrzölle senken. Dies hätte natürlich einen preisdrückenden Effekt. Der Dollar fiel gestern weiter zurück in den Seitwärtstrend.

preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC-Beschluss 1,2 Mio. Barrel pro Tag geringere Förderung
Norwegen muss Förderung einschränken
Wintereinbruch in den USA
Teheran verschärft Ton im Atomstreit
Atombombentest in Nordkorea
Chinas Ölimporte wachsen um 15%
Psychologie: 60 Dollar Grenzwert für Rohöl

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC und IEA senkten Nachfrageprognose
Russland kündigt Senkung der Ausfuhrzölle an
US-Konjunktur kühlt sich ab
OPEC-Kürzung kaum durchsetzbar
Sanktionen gegen den Iran sehr unwahrscheinlich
Gute Vorratslage der OECD-Länder
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe
Charttechnik: Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise werden sich heute wenig bewegen. Die Angleichung der Preise innerhalb Deutschlands zurück an den Weltmarkt setzt sich fort. Der Osten hat diesbezüglich noch etwas Abgabepotential. Die Auftragsbücher des Handels bleiben voll. Auf die Lieferzeiten achten! Neben dem Beschluss der OPEC gibt es wenig grundlegende Nachrichten, welche den jetzigen Stand der Preise nachhaltig verändern könnten.

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