Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Kaum einschätzbar

Heute werden die Zahlen über die US-Ölvorräte veröffentlicht. Angesichts des Krieges wird ihnen derzeit wenig Bedeutung beigemessen. Wenngleich diese Zahlen eventuell mehr Licht in das Dunkel der aktuellen Lage bringen könnten als die Kriegsberichterstattung. Die ist wenig ergiebig und lässt viel Raum für Spekulationen.

Das schlägt sich in der Entwicklung des Ölpreises nieder. Nervös schwingen die Kurse hin und her. Rohöl der Marke Brent stieg vorgestern mit den höchsten Tagesgewinnen der jüngeren Geschichte. Die gab es gestern sofort wieder ab. Heute ziehen die Preise erneut an. Gasöl zeigte in den letzten zwei Tagen eher moderate Ausschläge, während US-Heizöl gestern kräftig fiel.

Charttechnisch könnte sich für den Rohölpreis eine Konsolidierung des Abwärtstrends ergeben. Der Betrachtungshorizont erstreckt sich über 3-4 Monate der Vergangenheit und 1-2 Monate der Zukunft. Andererseits wird berichtet, dass Investmentfonds wieder Ölkontrakte kaufen. Das deutet auf die Erwartung steigender Preise hin. Die geht vermutlich darauf zurück, dass der Rohölpreis in eine Region kommt, die zu einem längerfristigen Aufwärtstrend passt, dessen Ursprung im November 2001 liegt. Für den Gasölpreis ergibt sich ein ähnliches Bild.

Heute Morgen fällt der Gasölpreis. Mit 254$ pro Tonne liegt er aber noch innerhalb der gestrigen Handelsspanne.

Unsere Heizölpreise koppelten sich gestern von den Vorgaben es Weltmarktes ab. Während die Erwartung aus den übergeordneten Bewegungen klar für steigende Heizölpreise sprach, zeigten die wenig Willen, sich dem Diktat zu beugen und hielten inne. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Inlandsnachfrage derzeit gering ist. Der Inlandsmarkt gibt keine Preissteigerung her. Inzwischen befinden sich die Heizölpreise wieder auf der Höhe der Zeit, da der Weltmarkt ihnen entgegenkam. Hier wackelt der Schwanz mit dem Hund. Einmal mehr erweist sich der dämpfende Charakter der Inlandspreise als effektiv.

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