Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Kein Trendbruch in Sicht

Es ist wie verhext. Nach Wochen steigender Preise, die durch die Kriegsdrohungen der USA gegen den Irak verursacht wurden, kommt endlich die entspannende Meldung aus Bagdad. Saddam lenkt ein und schafft den Hauptgrund für eine Intervention zunächst aus der Welt. Er lässt die Waffeninspekteure wieder in sein Land. Also sollten die Preise fallen.

Nachdem der Kriegsanteil im Rohölpreis bereits auf geschätzte 7 $ gestiegen ist, wäre nun der Weg für eine Art freien Fall offen. Aber er kommt nicht. Die Entspannung der Preissituation bleibt aus.

Das liegt natürlich an der inzwischen kriegsbereiten US-Regierung. Sohn Bush will die unvollendete Arbeit von Papa Bush jetzt unter allen Umständen zum Abschluss bringen. Saddam muss weg. Es gibt aber weitere Umstände, die den Preisen keinen klaren Rückgang erlauben.

Die OPEC wird ihre Politik der knappen Versorgung vermutlich fortsetzen. Sie gibt damit ein ungünstiges Zeichen für den Ölmarkt. Ganz aktuell kommen die Daten über die Entwicklung der US-Ölvorräte hinzu. Sie sind mal wieder bullisch (preistreibend).

Rohöl verliert 6,4 Mio. Barrel zu Vorwoche und steht jetzt sogar 4,1% unter dem Bestand des Vorjahres.

Auch Heizöl und Diesel verlieren zur Vorwoche. Mit einem Minus von 2,3 Mio. Barrel ergibt sich ein Vergleichswert zum Vorjahr von plus 7,2%.

Und sogar Benzin geht um 1,6 Mio. Barrel zur Vorwoche zurück. Es steht nun 7,6% über dem Vorjahreswert.

In Summe wurden die Vorräte in der vergangenen Woche um 10,3 Mio. Barrel abgebaut. Das ist viel.

Heute Morgen reagiert der Gasölpreis auf die Werte relativ moderat. In den 237,50 $ pro Tonne steckt zwar eine Steigerung. Die hätte aber durchaus heftiger ausfallen können.

Unser Heizölpreis zieht ebenfalls an. Der Anstieg ist aber eher gering. Nun macht sich mal wieder die Trägheit des Heizölpreises bemerkbar. Weil er gestern nicht so heftig fiel wie der Weltmarktpreis, kommt es heute auch nicht zu einer spürbaren Steigerung. Allerdings muss befürchtet werden, dass zum Nachmittag noch einmal nachgeladen wird, falls die Lagerdaten durch das DOE (Departement of Energy) bestätigt werden sollten.

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