Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Keine Impulse durch US-Bestände

Die neuen Zahlen über die US-Bestände konnten gestern keine entscheidend neuen Impulse setzen. Zwar durchbrachen die Öl-Notierungen als Reaktion auf die etwas schlechter als erwarteten Bestandzahlen einige Widerstände. Der Handel blieb insgesamt aber uneinheitlich. Begründet wird dies mit den bereits bekannten Themen. Die US-Konjunktur hat sich bereits eingetrübt. Die Konjunktur in Europa trübt sich gerade ein. Auf beiden Seiten des Atlantiks existiert ein Staatsschulden-Problem, das eine baldige Verbesserung durch staatliches Handeln unwahrscheinlich werden lässt.

Die uneinheitliche Lage ist möglicherweise auch durch den großen Aufbau beim Rohöl und den vergleichsweise ebenfalls großen Abbau beim Benzin zu erklären. Die von DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) herausgegebenen Zahlen zu den wöchentlichen Veränderungen in den US-Tanklagern lassen Raum für Interpretationen. So kann man aus den gefallenen Benzinvorräten irgendeine fiktive Not ableiten, die preissteigernd wirkt. Wirklich stichhaltig ist das angesichts der Gesamtlage nicht.

Rohöl: +5,3 Mio. Barrel (DOE) bzw. +5,1 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +0,4 Mio. Barrel (DOE) bzw. +0,3 Mio. Barrel (API)
Benzin: -2,8 Mio. Barrel (DOE) bzw. -3,1 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Aufbau von 2,9 (DOE) bzw. 2,3 (API) Mio. Barrel. Die Raffinerieauslastung sinkt um einen Prozentpunkt auf 89 Prozent. Der Wert ist immer noch gut.

Heute Morgen bleibt das Schlussniveau erhalten und kann sogar noch etwas ausgebaut werden. Der kurzfristig bullische Lauf geht weiter. Der mittelfristige Abwärtstrend ist noch intakt, entwickelt sich aber immer mehr zu einem Seitwärtstrend. Die Tonne Gasöl kostet 972,75 Dollar. Das Barrel Rohöl kostet in New York 89,00 Dollar und in London 115,01 Dollar. Der US-Dollar wird zu 80,46 Eurocent gehandelt.

Unsere Heizölpreise ziehen an. Sie werden wieder einmal von den Ölbörsen getrieben. Der Dollar hält ein wenig dagegen. Nach Lage der Dinge verstehen wir den Preisanstieg als ein temporäres Ereignis in einem eigentlich bärischen Umfeld. Der kurzfristige Trend ist jedenfalls nun als steigend zu interpretieren. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben.
Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: HeikoHarlapp@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen