Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Keine Transparenz

Dass der EZB-Präsident Draghi zwar den Bundestag besucht, aber nur einigen Wenigen erklärt, was er vorhat und auch nur diesen Wenigen „zuhören will“, bleibt einem überkommenen Weltbild geschuldet. Es ist ein seltsam anmutendes Bild, dass die Aktionen einer demokratisch defizitären Institution nur hinter verschlossenen Türen besprochen werden. Und dies sollte nun Vertrauen schaffen. Hoffentlich nicht beim deutschen Volk, denn solche undurchsichtigen Bemühungen können sich schnell als Rohrkrepierer erweisen. Transparenz, die Vertrauen schafft, sieht anders aus. Dem Eurokurs sind solche Termine egal. Dafür schlugen die neuen Zahlen des Ifo-Geschäftsklima-Indexes ordentlich ins Kontor. Nach Veröffentlichung sackte der Kurs ab. Der Euro konnte sich kurz wieder erholen, fiel dann aber wieder ab.
Die Ölnotierungen starteten am Morgen den Versuch, die Verluste des Vortages wieder wettzumachen. Mit der Veröffentlichung der US-Bestandsdaten war der sowieso magere Versuch endgültig gescheitert. Die Daten wurden preisdrückend eingestuft. Das DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute), die beiden für die Datenerhebung zuständigen Institutionen, melden Aufbauten bei Rohöl und geringe Abbauten bei den Produkten. Den Daten des DOE wird mehr Gewicht gegeben. Dort sind die Aufbauten besonders deutlich. Die Zahlen lauten im Einzelnen wie folgt:

Rohöl: +5,9 Mio. Barrel (DOE) bzw. +0,3 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: -0,6 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,9 Mio. Barrel (API)
Benzin: +1,4 Mio. Barrel (DOE) bzw. +0,2 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Aufbau von 6,7 (DOE) bzw. ein Abbau von 0,4 (API) Mio. Barrel. In Anbetracht der geringen Produktenbestände ist die Raffinerieauslastung mit weiterhin 87 Prozent zu niedrig. Die Gesamtbevorratung ist vor dem Hintergrund einer sinkenden Nachfrage hingegen üppig. Sie liegt auf Vorjahresniveau, wie diese Grafik zeigt.

Die beschriebene Lage erlaubt einen weiteren Rückgang der Ölnotierungen. Er wurde gestern im späten Handel allerdings wieder etwas zurückgenommen. Heute Morgen kostet die Tonne Gasöl 960,50 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 86,05 Dollar und in London zu 108,12 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 77,00 Eurocent.

Unsere Heizölpreise zeigen weiter in eine gute Richtung. Sie sinken. Die Lage an den Börsen macht es nur noch geringfügig möglich. Die hohe Binnennachfrage führt vereinzelt bereits zu regionalen Preisschwankungen. Der übergeordnete Trend weist eher seitwärts. Kurzfristig kann dabei etwas mehr Rückgang herausspringen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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