Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Keine großen Sprünge

Am letzten Donnerstag konnten sich die Ölnotierungen noch von den schlechten Vorgaben aus den Aktienmärkten abkoppeln. Das war für die Anleger auch in Ordnung so, denn der Dollar war schwach und damit konnten an den Ölmärkten gute Gegenpositionen zu seinen Verlusten aufgebaut werden. Am Freitag gingen die Ölnotierungen dann doch zurück. Nach anfänglichem Schwächeln gewann der Dollar etwas an Boden. Aktien schwach - Dollar stärker. Unter dem Eindruck dieser Großwetterlage konnte es für die Ölpreise am Freitag nur nach unten gehen. Leider haben sie im Vergleich zur gesamten letzten Woche zu wenig verloren, als dass der deutsche Verbraucher einen großen Vorteil daraus ziehen könnte. Der Ölmarkt selber gilt weiterhin als überversorgt. Von ihm sind keine preistreibenden Einflüsse zu erwarten. Die Preisschwankungen werden hauptsächlich durch die Verwerfungen am Devisenmarkt beeinflusst, weil eine Investition in Rohöl als Absicherung gegen einen schwachen Dollar verwendet wird. Da die amerikanische Notenbank weiter von geldpolitischen Lockerungen spricht, wird es tendenziell so weiter gehen. Dabei ist der Gewinn beim Ölpreis größer als der Verlust beim Dollar. Das ist schlecht für den deutschen Verbraucher.

preistreibende (bullische) Einflüsse: IEA und EIA erhöhen ihre Verbrauchsprognosen für 2010
Gedrosselte Produktenproduktion in den USA und Frankreich
Schwacher Dollar
FED gibt der Wirtschaft weiterhin billigstes Geld

preisdrückende (bärische) Einflüsse: FED sieht US-Wirtschaftsentwicklung skeptisch
Hohe Lagerbestände
Ölnachfrage der OECD-Länder schwach
Sorge um Staatsverschuldungen

Unsere Heizölpreise konnten leicht nachgeben. Damit lief die letzte Woche ganz gut für die Verbraucher. Allerdings sind die vorhergehenden Übertreibungen nur teilweise aus dem Markt gewichen. Seit Mitte August steigen die Heizölpreise tendenziell. Manchmal war der deutsche Heizölverbraucher Gewinner im Spiel des Dollar-Rohöl-Pendels, häufiger war er allerdings Verlierer. Leider geht das Spiel noch weiter. Wer also noch in diesem Jahr Heizöl kaufen muss, sollte nicht mehr lange warten und kurzfristige Gewinne mitnehmen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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